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IG BAU fordert mindestens 300 000 neue Wohnungen pro Jahr


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 18.06.2015
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sieht einen enormen Nachholbedarf für bezahlbares Wohnen. „In vielen Städten kann sich der Otto Normalverbraucher kaum noch eine Wohnung leisten. Diese Situation wird verschärft durch die wachsende Zahl der Zuwanderer aus Europa“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

„Bundes- und Landesregierungen müssen die Bedarfslücke rasch mit wirksamen Maßnahmen schließen. Wir brauchen mindestens 300 000 neue bezahlbare Wohnungen pro Jahr.“

Im vergangenen Jahr wurden laut der heute (für die Red. 18. Juni 2015) vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen 245.300 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt. Dies ist zwar ein Anstieg um 30.000, der aber aus Sicht der IG BAU bei weitem nicht ausreicht, den Bedarf angesichts einer Nettozuwanderung von rund einer halben Million Menschen allein in diesem Jahr zu decken. Selbst das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat erst vor wenigen Wochen die Notwendigkeit eines erhöhten Neubaubedarfs von 272 000 Wohneinheiten in den kommenden Jahren ermittelt.

„Das von der Bundesregierung initiierte ,Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen’ kommt mit seinen Beratungen viel zu langsam voran“, sagte Schäfers. „Wir brauchen keine Luxus-Investorenprojekte. Gerade in Zuzugsregionen muss der soziale Wohnungsbau angeschoben werden. Zudem müssen angemessene Abschreibungssätze sowie regional begrenzte steuerliche Anreize den Bau von günstigen Mietwohnungen attraktiver machen. Marktkräfte funktionieren in diesem Bereich offensichtlich nicht. Sie führen lediglich zu einem Überangebot von Spekulationsobjekten.“

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