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IG BAU fordert sechs Prozent mehr für Hessen-Forst-Beschäftigte


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 26.01.2017
Die Forstgewerkschaft IG BAU fordert in der Tarif- und Besoldungsrunde 2017 für die rund 2150 Beschäftigten im Landesbetrieb Hessen-Forst deutliche Verbesserungen. Die Forderung hat ein Gesamtvolumen von sechs Prozent auf eine Laufzeit von zwölf Monaten. Dabei sollen die unteren Einkommensgruppen stärker profitieren.

Zudem fordert die IG BAU die bundesweit einmalige Mehrarbeit der Landesbeamten im Hessen-Forst von derzeit 42 Wochenarbeitsstunden auf 40 Stunden zu verringern und die Arbeitsbedingungen für dringend benötigte Nachwuchskräfte attraktiver zu gestalten.

„Im Wettbewerb um die besten Köpfe droht Hessen-Forst ins Abseits zu geraten“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum. „Die Beschäftigten müssen in Hessen mehr arbeiten und verdienen weniger als in Bund und Kommunen. Das ist eine Kombination, die sich keine gut ausgebildete Fachkraft auf Dauer gefallen lässt. Und auch der potentielle Nachwuchs guckt bei der Wahl des Arbeitgebers sehr genau, ob er dort willkommen ist. Hessen-Forst ist zu den aktuellen Bedingungen da sicher nicht die erste Wahl.“

Für Auszubildende fordert die IG BAU eine Entgelterhöhung um 90 Euro monatlich sowie eine verbindliche Übernahmeregelung. Lernmittel müssen mit 50 Euro pro Ausbildungsjahr bezuschusst werden und der Urlaub auf 30 Arbeitstage steigen.

Die Verhandlungen für Hessen beginnen am 27. Januar 2017 in Wiesbaden.