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IG BAU rät Verbrauchern zum Griff nach Bio-Bäumen


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 15.12.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) rät Verbrauchern, beim Kauf von Weihnachtsbäumen auf Öko-Standards zu achten. „Bei Lebensmitteln ist die Nachfrage nach ökologischen Produkten ein wachsender Trend. Zu wenige machen sich aber Gedanken, wenn es um die Auswahl ihres Weihnachtsbaums geht. Dabei gibt es auch hier Bio-Bäume“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum.

„Kunden haben Macht. Je mehr nach ökologisch angebauten Weihnachtsbäumen fragen, desto stärker wird sich der Handel darauf einstellen. Im Ergebnis feiern die Käufer mit einem giftfreien Baum in ihrem Zuhause und schonen so ihre Gesundheit sowie die der Umwelt“.

Die IG BAU empfiehlt Weihnachtsbäume mit FSC- oder PEFC-Siegel. Diese sind nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Eine gute Alternative ist zudem der direkte Bezug der Christbäume vom Forstamt oder Waldbauern aus der eigenen Region.

Derzeit stammen noch rund 80 Prozent der verkauften Weihnachtsbäume von großen landwirtschaftlichen Plantagen. Viele davon werden über viele hundert Kilometer aus Skandinavien nach Deutschland transportiert, was die Ökobilanz zusätzlich verschlechtert. Um die Baumkulturen möglichst ertragreich zu bewirtschaften, werden Pestizide, Herbizide und mineralische Düngemittel eingesetzt. Die Rückstände lassen sich in den Baumnadeln nachweisen. Die Schadstoffe belasten zudem Böden, Trinkwasser sowie Pflanzen und Tiere.