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IG BAU warnt vor interessengesteuerter Panikmache


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 09.06.2014
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt vor Panikmache mit der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Arbeitnehmer sollten sich von der Diskussion um die Wirkung des Niedrigzinses auf ihre Altersvorsorge nicht beirren und zu überhasteten Geldanlagen verleiten lassen.

Erst Recht darf die Politik die aktuelle Lage nicht zum Anlass nehmen, das gesetzliche Rentenalter weiter heraufzusetzen oder die Beschäftigung von Rentnern sozialversicherungsfrei zu stellen. Interessengebundene Wirtschaftsvertreter nutzen die Verunsicherung durch die EZB-Entscheidung, um für ihre Ideen in diese Richtung zu werben.

„Die Vorschläge der Wirtschafts- und Finanzlobby zielen darauf ab, das bewährte gesetzliche Rentensystem zu schwächen. Die Ökonomen wissen genau: Unternehmen sparen Milliarden, wenn sie weniger Rentenbeiträge zahlen brauchen. Banken und Versicherungen erhoffen sich bei einer sinkenden gesetzlichen Rente einen Run auf ihre privaten Altersvorsorge-Produkte“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. „Deren Gier ist groß. Schließlich gibt es bei den Deutschen viel zu holen. Die privaten Haushalte verfügen aktuell über Geldvermögen in Höhe von 5,2 Billionen Euro.“

Verlierer einer solchen Rechnung wären aber wieder einmal die Arbeitnehmer. „Finden diese Vorschläge auch nur ansatzweise Gehör, werden die Beschäftigten ein weiteres Mal für die Folgen der Finanzkrise zur Kasse gebeten. Denn die eigentliche Ursache der heutigen Niedrigzinsen der EZB ist nach wie vor das völlig aus dem Ruder gelaufene Finanzgebaren der Geldhäuser“, sagte Feiger. „Die Bürger sollen nach Vorstellung der Wirtschafts- und Finanzeliten nun auch noch ihre Ersparnisse hergeben und gleichzeitig möglichst bis an ihr Lebensende arbeiten.“

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