
"Damit ist es uns gelungen, neben einem Erfahrungsaustausch über die Berufsperspektiven frisch ausgebildeter Forstwirte auch über die künftigen Bedingungen in der Erstausbildung zum Forstwirt im Freistaat Sachsen zu beraten“, sagte Mirko Hawighorst, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen.
Nach Ansicht der IG BAU sind im Freistaat Sachsen für die Pflege und Bewirtschaftung von Wald und Natur auch künftig gut ausgebildete Forstwirte gefragt. Der Weg zu erneuerbaren Energien wird vor Sachsen nicht Halt machen und somit neue Aufgaben und Herausforderungen für die Forstwirtschaft bringen. Demzufolge ist eine moderne und weiterhin hochwertige Forstwirtausbildung in Sachsen einfach ein Muss. „Das heutige Niveau von derzeit rund 120 Ausbildungsplätzen im Staatsbetrieb Sachsenforst muss erhalten bleiben“, so Hawighorst.
Er kritisiert damit die Absicht des Staatbetriebes Sachsenforst, ab 2016 die Anzahl der Ausbildungsplätze für Forstwirte schrittweise zu halbieren.“ Gerade auch in Zeiten von Fachkräftemangel und Abwanderung der Jugend aus Sachsen das völlig falsche Signal“, sagte Hawighorst.
Die IG BAU fordert von allen Beteiligten, die die Verantwortung für den Wald und dessen Pflege und Bewirtschaftung tragen, keinen Abbau von Qualifizierung und Ausbildung zuzulassen! „Auch private Forstunternehmen, die von einer qualitativ hochwertigen Forstwirtausbildung profitieren, sollen sich nicht aus der Verantwortung stehlen können. Daher wollen wir ein Ausbildungsumlage auch in der Forstwirtausbildung im Freistaat Sachsen“, sagte Hawighorst.