Junge BAU


Im Gespräch: Natascha Ponczeck


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
12.09.2014
Natascha ist die neue Bundesjugendsekretärin der IG BAU. Im September hat sie geheiratet und heißt jetzt Ponczeck (vormals Fischer). Wir haben mit ihr über die Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAVen) und ihre Pläne für die nächsten Monate gesprochen.

In den nächsten Wochen werden JAVen in vielen Betrieben gewählt. Warum würdest Du jungen Leuten raten, für die JAV zu kandidieren?
Weil die konkreten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen nur dann verbessert werden können, wenn man sich dafür einsetzt. Warum sollen dies immer nur die Anderen machen? Als junger Mensch kann man viel besser beurteilen, welche Themen einen bewegen, sei es nun Ausbildungsqualität, die Bezahlung der Fahrtkosten oder die Übernahme nach der Ausbildung.
Als JAVi kann man in seinem Betrieb mitmischen. Und dass man persönlich in Verhandlungs- und Diskussionsführung an Sicherheit gewinnt – das kann man auch in seinem späteren Leben gebrauchen.

Wie unterstützt die Junge BAU JAVen rund um die Wahlen?
Wir begleiten sie im Hintergrund bei den Wahlvorbereitungen, schulen die JAVis rechtlich nach der Wahl und kommen auch in die JAV-Sitzungen. Kurz: Wir stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Welche Themen willst Du als neue IG BAU-Bundesjugendsekretärin anpacken?
Neben den JAV-Wahlen die Stärkung der Jugendarbeit vor Ort, Ausweitung der Bildungsarbeit und die Hochschularbeit. Es gilt, Schnittstellen zwischen Berufsschule, Betrieb und Überbetrieblichem Ausbildungszentrum (ÜAZ) effektiv zu nutzen und mit Bildungsangeboten sowie Betriebs- und Branchenarbeit die Junge BAU weiter nach vorne zu bringen. Das kann natürlich nur in Zusammenarbeit mit den Jugendbildungsreferenten, Jugendverantwortlichen, JAVen und unseren Ehrenamtlichen angepackt werden.

Dein Vorgänger Christian Beck galt als Gesicht der Jungen BAU. Wie wird sich Deine Arbeit von Christians unterscheiden?
Ich bin ein Fan von ganzheitlichen Ansätzen. Jugendarbeit beginnt nicht erst in der Ausbildung und hört auch nicht auf, wenn der Jugendliche danach studiert. Ich will fließende Übergänge schaffen, gerade an dem Punkt, wo unsere Mitglieder der Jungen BAU sich in anderen IG BAU-Bereichen engagieren, weil sie mit 28 Jahren die Altersgrenze der Jungen BAU erreicht haben. In unserer Gewerkschaft gibt es viele spannende Arbeitsfelder, mit denen gilt es sich zu verzahnen.

Das Interview (erschienen in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann" 10/2014) führte unser Volontär Julian Fath.