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Immer noch kein Angebot der Arbeitgeber


© IG BAU (Paul Schimweg)
Wiesbaden, 17.03.2014
Ohne ein Angebot der Arbeitgeber trennten sich in der aktuellen Tarifrunde des Bauhauptgewerbes die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die beiden Arbeitgeberverbände Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) ohne Ergebnis. Ein Schwerpunkt der Gespräche bildete die Anpassung der Fahrgelder sowie der Unterkunftskosten für auswärtig Beschäftigte.

Diese im Bundesrahmentarifvertrag der Branche geregelten Punkte wurden zuletzt im Jahr 2002 aktualisiert. „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Beschäftigten bleiben auf den hohen Kosten sitzen. Wenn das so weiter geht, müssen sie bald Geld auf die Baustelle mitbringen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers.

„Die Arbeitgeber legen diese Kosten zwar auf die Kunden um, reichen sie aber nicht an die Beschäftigten weiter. Darauf lassen wir uns nicht ein. Bei der sehr guten wirtschaftlichen Lage der Branche muss es zudem ein spürbares Lohnplus geben. In der zweiten Tarifrunde immer noch kein verhandlungsfähiges Angebot zu machen, ist äußerst ungewöhnlich. Wir erwarten bei den kommenden Gesprächen, dass die Arbeitgeber ihre Hinhaltetaktik aufgeben und endlich ein auskömmliches Angebot vorlegen.“

Für die rund 760 000 Beschäftigten am Bau fordert die IG BAU ein Plus von insgesamt sieben Prozent - das heißt eine deutliche Steigerung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen in Ost und West sowie zusätzlich die Verbesserung der Bedingungen bei den Fahrtkosten und für Beschäftigte, die auswärts übernachten müssen. Zudem müssen die Kosten der Ausbildung von den Arbeitgebern übernommen und endlich auch für Beschäftigte im Osten eine Betriebsrentenregelung eingeführt werden.

Die nächste Verhandlung findet am 27. März 2014 in Berlin statt.

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