Tarife


Industrielle Dienstleistungen: 5,8 Prozent sind das Ziel

23.07.2014
Nach erfolgter Beratung mit der Bundestarifkommission für Industrielle Dienstleistung hat der IG BAU-Bundesvorstand beschlossen, die Entgelttabelle des Entgelttarifvertrags UIS (Fläche) fristgerecht zum 31. August zu kündigen.

Die führenden Industrieservice-Unternehmen in Deutschland setzten ihr Wachstum nach der Wirtschaftskrise fort. Das durchschnittliche Wachstum im Inland lag im Geschäftsjahr 2012 bei 3,2 Prozent und im Geschäftsjahr 2013 bei 2,3 Prozent.

Für 2014 prognostizieren die führenden Industrieservice-Unternehmen ein Umsatzwachstum von 4,4 Prozent. Betrachtet man die Jahre 2011 bis 2014 so wurden durchschnittlich Umsatzzuwächse 5,7 Prozent realisiert.

Die IG BAU hat festgestellt, dass sich dieser Umsatzwachstum auf die Anzahl der Beschäftigten in der Branche nicht auswirkt. Vielmehr verzeichnen die fünfzehn führenden Industrieservice Unternehmen einen Rückgang der Beschäftigtenzahlen oder eine Stagnation.

Die jährlich steigenden Umsatzrenditen der Unternehmen werden maßgeblich durch die daraus resultierende Produktivitätssteigerung der Beschäftigten herbeigeführt. Seit dem Geschäftsjahr 2012 fordern die Betriebsräte unermüdlich zusätzliches Personal zu akquirieren. Da auch der Fachkräftemangel im Industriellen Dienstleistungsbereich um sich greift, entschuldigen sich die Unternehmen damit, dass sie kein qualifiziertes Personal, das auf allen Ebenen, am Arbeitsmarkt finden.

Unter Berücksichtigung der steigenden Inflationsrate, Produktivitätssteigerung und der besonderen Lage der Branche fordert die IG BAU-Bundestarifkommission eine Entgeltsteigerung von 5,8 Prozent für zwölf Monate.

Die erste Tarifverhandlung findet am 26. August in Duisburg statt.

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