Tarife


Industrielle Dienstleistungen: Abschluss bei Xervon Bauwerkserhaltung GmbH

13.03.2014
Nach mehreren Gesprächen wurde ein Abschluss für die Beschäftigten der Xervon Bauwerkserhaltung GmbH erzielt.

Die Xervon Bauwerkserhaltung GmbH wurde aus dem Gesamtunternehmen Xervon GmbH ausgegliedert. Nach Auffassung der Geschäftsführer wäre das neu ausgegliederte Unternehmen tariflos.

Die Beschäftigten der Xervon Bauwerkserhaltung GmbH üben Tätigkeiten aus dem Bauhaupt- und Dachdeckergewerbe aus. Die Beschäftigten des Dachdeckerhandwerks unterliegen den allgemeinverbindlichen Tarifverträgen des Dachdeckerhandwerks und dem einschlägigen Sozialkassenverfahren. Alle anderen Beschäftigten hatten bisher Tarifbindung im Firmenverbandstarifvertrag (UIS) der Xervon GmbH.

Nach mehreren Gesprächen und Tarifverhandlungen wurde vereinbart, dass die Beschäftigten des Dachdeckerhandwerks unverändert ihren allgemeinverbindlichenTarifverträgen im Dachdeckerhandwerk und alle übrigen Beschäftigten ab dem 1. April 2014 dem allgemeinverbindlichen Tarifverträgen der Bauwirtschaft unterliegen. Somit wird für diese Beschäftigten (ca. 150 Arbeitnehmer) das Sozialkassenverfahren der Bauwirtschaft Anwendung finden.

Einhergehend mit der Tarifbindung zum 1. April 2014 der Tarifverträge für die Bauwirtschaft wurde eine Besitzstandsregelung für die Beschäftigten und eine Standortsicherung gemäß Lohntarifvertrag West (Baugewerbe) geregelt.

Nachfolgende Regelung wurde für den Zeitraum vom 1. April 2014 bis 31. März 2017 vereinbart:

Besitzstandsregelung
• Wenn das bisherige Entgelt das zukünftige Entgelt übersteigt, dann wird der Differenzbetrag als monatliche Besitzstandszulage ausgewiesen.
• Diese Besitzstandszulage ist während der Laufzeit vom 1. April 2014 bis 31. März 2017 nicht dynamisch und kann nur gegen Höhergruppierungen angerechnet werden.
• Bei einer Lohnerhöhung im Baugewerbe im Jahr 2014 kann die Besitzstandszulage einmalig um die individuelle Entgelterhöhung (UIS zwei Prozent) aus 2013 gekürzt werden (z. B. EG 6 UIS = 56,74 Euro).

Standortsicherung
• Die Tariflöhne West werden gemäß Lohntarifvertrag zum 1. April 2014 bis zum 31. März 2017 um jeweils vier Prozent abgesenkt.
• Nach Ablauf des 31. März 2017 erhalten die Beschäftigten den zu diesem Zeitpunkt geltenden Tarifstundenlohn.

Diese Einschnitte waren zur Arbeitsplatzsicherung der Beschäftigten notwendig, da sich das Unternehmen derzeit in einer wirtschaftlich defizitären Lage befindet. Das von uns begrüßte Sozialkassenverfahren der SOKA-Bau belastet das Unternehmen zusätzlich.

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