Tarife


Industrielle Dienstleistungen: Tarifergebnis für WISAG Produktionsservice GmbH erzielt

03.12.2015
Am 30. November fand in Duisburg die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Mitarbeiter der WISAG Produktionsservice GmbH (WPS) statt. Beide Seiten haben nochmals ihre Standpunkte verdeutlicht.

Die Kündigung des Rahmentarifvertrages wurde damit begründet, dass die WPS erhebliche Nachteile für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sehe, wenn auch weiterhin die neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen einen Anspruch auf 30 Tage Urlaub oder die vereinbarte Jahressonderzahlung haben würden. Des Weiteren führten sie aus, dass sie bei Neuausschreibungen in Konkurrenz zu Logistik- oder Gebäudereinigungsunternehmen stehen würden und daher auch nur deren Arbeitsbedingungen akzeptieren könnten.

Nach langen und intensiven Verhandlungen waren die Arbeitgeber bereit, die Kündigungen des Rahmentarifvertrages sowie des Tarifvertrages zur Ausbildung und Qualifizierung zurückzunehmen.

Gemeinsam haben sich die Tarifvertragsparteien darauf geeinigt, eine Arbeitsgruppe zu den strittigen Themen (Urlaub und Jahressondervergütung) zu gründen. Somit werden die Tarifverträge wieder in Kraft gesetzt und gelten unverändert weiter.

Für die Auszubildenden wurden die Ausbildungsvergütungen überproportional von 25 Prozent auf 30 Prozent im ersten Lehrjahr und von 32,5 Prozent auf 35 Prozent im zweiten Lehrjahr bezogen auf die Entgelt-gruppe 6 angehoben.

Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütung werden ab dem 1. Januar 2016 um 2,6 Prozent und ab dem 1. Januar 2017 um weitere 2,1 Prozent angehoben werden.

Die Laufzeit beträgt insgesamt 24 Monate bis zum 31. Dezember 2017.

Es wurde eine beiderseitige Erklärungsfrist bis zum 17. Dezember 2015, 12.00 Uhr, vereinbart.

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