Tarife


Industrielle Dienstleistungen: Verhandlungen bei OKI drohen zu scheitern

26.11.2015
Am 25. November hat die dritte Tarifverhandlung für die Beschäftigten der OKI Isoliertechnik GmbH stattgefunden. In dieser Verhandlung haben die Arbeitgeber von ihrer Forderung "Lohnsenkung um vier Prozent" Abstand genommen. Aus ihrer Sicht haben sie ein moderates Angebot zu Entgeltsteigerungen vorgeschlagen:

Sie bieten Entgelterhöhungen für den Zeitraum 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2017 um drei Prozent in zwei Schritten an.

Null-Monate für die Laufzeit 1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015.

Die erste Stufenerhöhung darf maximal 1,5 Prozent betragen, die zweite Stufenerhöhung soll dann ab dem 1. Januar 2017 ebenfalls über eine Erhöhung von 1,5 Prozent erfolgen.

Die Arbeitnehmerseite hat wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass von Lohnsenkung um vier Prozent Abstand genommen werden soll. Dennoch ist das Angebot nicht akzeptabel und stellt auch keine Perspektive für die verbleibenden Beschäftigten nach der Restrukturierung dar.

Aufgrund der schwierigen Lage des Unternehmens hat die Tarifkommission der IG BAU den Arbeitgebern Brücken gebaut.

Sie hat dem Arbeitgeber vorgeschlagen, um Wettbewerbsnachteile auszuschließen, ab den. 1. Januar 2016 die Löhne auf das Flächentarifvertragsniveau Baugewerbe anzuheben und für alle Gewerkschaftsmitglieder für die Laufzeit vom 1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015 eine Einmalzahlung von 200 Euro im Februar 2016 auszuzahlen. Das heißt, ab dem 1. Januar 2016 steigt das Eckentgelt der Lohngruppe 6 um 2,5 Prozent. Der Tarifvertrag hätte eine Laufzeit vom 1.Oktober 2015 bis zum 31.Oktober 2016.

Die IG BAU hat den Arbeitgebern signalisiert, dass sie nicht bereit ist, Flächentariflöhne zu unterlaufen und Null-Monate zu dulden.

Die Arbeitgeber haben darum gebeten, nochmals über unser Angebot intern beraten zu dürfen, und haben mit uns gemeinsam die Verhandlung ergebnislos auf den 15. Dezember 2015 verschoben.

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