Frauen


Internationaler Frauentag: Heute für morgen Zeichen setzen


Bärbel Feltrini © IG BAU (Paul Schimweg)
21.02.2013
Seit gut hundert Jahren setzen Frauen am 8. März ein Zeichen. Immer ging es um ein besseres, gerechtes "Morgen". Damals setzen sich unsere Urgroßmütter ein für das Frauenwahlrecht, für Bildung und gesetzliche Gleichstellung. Ihre Träume sind heute verwirklicht. Heute ist unsere Idee eines guten "Morgen" geprägt von dem Ziel einer glücklichen Gesellschaft.

Dazu gehört die soziale Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Bereichen – gleiche Löhne, gleiche Chancen, gleiche Macht, gleiche Teilung der Erwerbs- und Familienarbeit.

Unsere Vorstellungen gehen noch weiter: Wir wollen eine Gesellschaft, in der das Gemeinwohl wichtiger ist als das Profitstreben. Eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer existenzsichernde Einkommen haben und sozial abgesichert sind bei Krankheit wie auch im Alter, in der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie selbstverständlich ist.

„Morgen“ – das ist unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkel. Heute dafür Zeichen setzen heißt, Verantwortung übernehmen für das eigene Umfeld und für künftige Generationen.

  • Als Konsumentin entscheide ich, wo und was ich kaufe. Bin ich „Schnäppchenjägerin“ oder sind mir fairer Handel sowie Qualität meiner Lebensmittel und Güter wichtig?
  • Nichts ändert sich von allein. Setze ich mich ein für ein besseres Leben – in der Gewerkschaft, in Parteien, Kirchen, Menschenrechts- oder Umweltverbänden?
  • Ehrenamtliche Arbeit ist der Leim, der die Gesellschaft zusammenhält. Leiste ich einen Beitrag für die Gemeinschaft im Betriebsrat, in Vereinen, im Elternbeirat, in der Nachbarschaftshilfe oder Telefonseelsorge?
  • Zeit ist nicht Geld, sondern Leben. Welche Prioritäten setze ich in meiner Lebenszeit? Was ist mir wirklich wichtig und lebe ich entsprechend?

„Heute für morgen Zeichen setzen“ bedeutet gerade nicht, sich berieseln zu lassen von den permanenten Negativ-Nachrichten der Medien, zu lamentieren, zu resignieren - sondern stattdessen selbst aktiv zu leben, sich einzumischen und mitzugestalten. Frauenrechte sind immer auch Menschenrechte, und darum geht es. Um ein „Morgen“ in sozialer Gleichheit, eine friedvolle Zukunft, in der das Wohl der Menschen Ziel des Handelns ist. Lasst uns für dieses Morgen heute Zeichen setzen!