
Arbeitsschutz sei kein Geschenk der Arbeitgeber. „Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird“, so die Gewerkschaft.
Schnee, Frost, Glätte – eine Winterbaustelle hat es für die Beschäftigten in sich. Gute Schutzkleidung wie Handschuhe, Jacken und Stiefel gegen die Kälte seien Pflicht. Der Arbeitgeber müsse sie jedem Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Zudem gehöre in diesen Tagen eine „warme Bude zum Bau“: Die Beschäftigten müssten geschützte Räume haben, in denen sie sich zwischendurch mit einem heißen Kaffee, mit Tee oder Brühe aufwärmen könnten. Ideal seien Baustellenwagen oder beheizte Container. „Ein paar Tage bei zugiger Luft und starker Kälte – das haut den stärksten Bauarbeiter um“, so die IG BAU.
Auch für Werkzeuge wie Säge und Betonmischer sei ein einfacher Wetterschutz notwendig – mindestens ein winddichtes Zelt. Spare der Arbeitgeber an der Sicherheit, verwandelten Eis und Schnee die Baustelle in eine gefährliche Rutschbahn. Wenn der Bau zur Skipiste werde, seien Unfälle vorprogrammiert.
Die IG BAU werde sich in den kommenden Wochen verstärkt für den Arbeitsschutz auf den Winterbaustellen in Deutschland einsetzen. Die IG BAU appelliert an alle Bauarbeiter, Verstöße sofort bei der Gewerkschaft zu melden. „Natürlich sind wir froh, wenn das Baugewerbe auch im Winter gute Geschäfte macht. Aber wer als Bauunternehmer einen Extragewinn auf Kosten der Gesundheit seiner Beschäftigten einfahren will, dem können wir nur sagen: Nicht mit uns!“, so die Gewerkschaft.