2006 setzte die damalige Große Koalition – nach drei Novellierungen durch Vorgängerregierungen – eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ein, die jetzt nach fünf Jahren Arbeit festgestellt hat, dass das Gesetz in seinen wesentlichen Grundzügen erhalten bleiben sollte.
Die DGB-Jugend hat seit 2006 kontinuierlich jegliche Verschlechterung bekämpft – mit Schutzpaten, Postkartenaktionen oder gewerkschaftlichem Sachverstand bei den Bundestags-Anhörungen.
Jetzt hat Benjamin Krautschat, Ausbildungsexperte der DGB-Jugend, mit Recht festgestellt: „Wir waren – vorerst – erfolgreich.“ Das positive Votum der Arbeitsgruppe ist der DGB-Jugend auch deshalb wichtig, weil Schwarz-Gelb 2009 im Koalitionsvertrag ankündigt hatte: „Ausbildungshemmnisse im Gastgewerbe werden durch ein flexibleres Jugendarbeitsschutzgesetz abgebaut.“ Und war dabei offensichtlich einem Wunsch des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA gefolgt, der sich ja schon erfolgreich bei der Mehrwertsteuerreduzierung für Hoteliers durchgesetzt hatte.
Nun will die Bund-Länder-Arbeitsgruppe, dass, von kleinen Änderungen abgesehen, alles beim Alten bleibt. Sie erteilt sowohl einer Erweiterung der Nachtarbeit als auch einer Ausdehnung der Arbeitszeit eine Absage, nicht zuletzt dank zahlreicher Expertenanhörungen und drei wissenschaftlicher Studien im Auftrag der Arbeitsgruppe.