Junge BAU


Junge BAU rüstet sich für die Zukunft


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24.04.2017
Zwischen Poesie und Musik im Abendprogramm fand in der Bildungsstätte Steinbach die 21. Ordentliche Bundesjugendkonferenz der Jungen BAU statt. Die Delegierten machten es sich nicht leicht. 41 Anträge standen zur Diskussion.

Am Abend des 21. April eröffnete IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger das Konferenzwochenende mit einem persönlichen Grußwort. Besonderen Beifall erhielt er von den jungen Teilnehmer/innen der Konferenz für seine klaren Aussagen zur Wohnungsnot.

"Gerade junge Auszubildende, Arbeitnehmer/innen und Studierende mit geringeren Einkommen sind besonders von den hohen Mieten und dem fehlenden sozialen Wohnungsbau betroffen", sagte Feiger vor den rund 80 Delegierten und jungen Gästen.

Carsten Burckhardt, das für die Junge BAU zuständige IG BAU-Bundesvorstandsmitglied, verwies am Samstag auf die zeitgleichen Proteste gegen den Bundesparteitag der „Alternative für Deutschland“ in Köln.

„Dort demonstrieren tausende Demokraten gegen eine Partei, die sich klar gegen unsere Ziele, Werte und unsere Überzeugung stellt. Im Herzen sind wir bei den Menschen, die dort die Fahne für Demokratie und Weltoffenheit hochhalten“, sagte Burckhardt.

So politisch wie die Grußworte waren auch die Anträge der jungen Gewerkschafter/innen.

Besonders kontrovers wurde die Qualifizierung von Ausbilder/innen diskutiert. Viele der jungen Teilnehmer/innen sind bereits selbst Ausbilder in ihren Berufen und von der Prüfung enttäuscht. Wiederholt wurde diese als „Bauerntheater“ betitelt. „Wir sehen hier einen Handlungsbedarf und wollen ein standfestes Konzept entwickeln, das die Probleme des derzeitigen Verfahrens behebt“, sagte IG BAU-Bundesjugendsekretär Moritz Greil.

Als besonders wichtig empfanden die Teilnehmer/innen die Anträge bezüglich eines Bundesarbeitskreises, der die öffentliche Vergabe neu ordnen sollte. „Die öffentliche Hand ist ein wichtiger Faktor in unseren Branchen. Die Regierungen müssen die Bedeutung von Tarifverträgen endlich auch in ihrer eigenen Praxis einbringen“, sagte der Delegierte Niklas Bachmann, der dem Arbeitskreis angehört.

Ein Beitrag unseres Kollegen Devin Can.

IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt.
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