junge BAU


Junge IG BAU kritisiert die Diskriminierung von unter 25jährigen beim Kündigungsschutz


Saskia Beck, Vorsitzende des Bundesjugendvorstandes der IG BAU © IG BAU
Berlin, 01.11.2011
Nach aktueller Rechtslage werden Beschäftigungszeiten vor Vollendung des 25. Lebensjahres nicht bei der Berechnung der Kündigungsfrist angerechnet. Für die Junge IG BAU ein direkter Angriff auf die junge Generation. "Es ist unerträglich, dass Menschen weniger Sicherheit für ihre Lebensplanung haben, nur weil sie jung sind," sagt IG BAU-Bundesjugendvorsitzende Saskia Beck. Wer jungen Menschen ernsthaft eine Perspektive bieten wolle, der müsse ihnen auch zugestehen für ihren Alltag planen zu können.

Die derzeitige Regelung verstoße zudem gegen europäisches Recht. "Die Bundesregierung ist gut beraten, diesen Zustand umgehend abzustellen. Alles Andere ist eine generationenfeindliche Politik, die andere politische Ankündigungen eher als PR-Taktik entlarvt," sagt Beck.

Der Bundestag hat am 27. Oktober 2011 gegen die Erweiterung des Kündigungsschutzes bei unter 25-Jährigen gestimmt. Die SPD-Fraktion hatte einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Umsetzung eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (Aktenzeichen C-555/07) gegen die Diskriminierung wegen des Alters vorsah. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollte mit ihrem Gesetzentwurf die Änderung des Paragrafen 622 Absatz 2 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches erreichen. Damit sollten Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen diskriminierungsfrei ausgestaltet werden.

Mitglied werden


© IG BAU

Interessante Links

Gute Aktion: Keinen Meter den Nazis in Münster - bunt gegen braun!