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Kanzlerin Merkel muss Klimaschutz mehr Schwung geben


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 23.10.2014
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert die Bundesregierung auf, beim heute (für die Red. 23. Oktober 2014) beginnenden EU-Klimagipfel kurzfristig ambitioniertere Ziele bei der Senkung des CO2-Ausstosses einzufordern. „Bundeskanzlerin Angela Merkel kann in Brüssel beweisen, dass sie immer noch Klimakanzlerin ist, indem sie dem Klimaschutz neuen Schwung gibt und höhere Einsparziele für Treibhausgase bereits bis 2020 durchsetzt“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

„Statt der angepeilten minus 20 Prozent sind auch 30 Prozent weniger CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 ohne Weiteres machbar.“

Aus Sicht der IG BAU droht der Politik im Kampf gegen die Erderwärmung die Puste auszugehen. Insbesondere Energieriesen arbeiten gegen die Klimaziele an und schüren Ängste vor sinkendem Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit.

Dass diese Szenarien unbegründet sind, belegt nun eine Studie von New Bloomberg New Engergy Finance. Danach würde ein von 20 auf 30 Prozent erhöhtes CO2-Minderungsziel für 2020 die europäische Wirtschaft jährlich gerade einmal ein Wachstum von 0,04 Prozent kosten. Pro Kopf wäre das ein Betrag von rund acht Euro.

„Der Nutzen der Einsparung übersteigt so offensichtlich die Kosten, dass es keinen Grund gibt, das Einsparziel nicht anzuheben“, sagte Feiger. „Gleichzeitig ist es ein wichtiges Signal für die Wirtschaft, sozial-ökologische Zukunftsmärkte auf- und auszubauen. Die Zielaufstockung wirkt dann wie ein Innovationsmotor, stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit und verringert langfristig die strukturelle Arbeitslosigkeit insbesondere von Europas Jugend.“

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