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Keine stichhaltigen Gründe für weitere Abstriche


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 05.05.2014
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) erwartet von der schwarz-roten Bundesregierung, dass sie die Rente ab 63 uneingeschränkt umsetzt. Sie ist damit auf dem richtigen Weg, unsere Gesellschaft wieder etwas gerechter zu machen. Dafür haben die Wähler der Regierung ihre Stimme gegeben.

„Es gibt keine stichhaltigen Gründe für weitere Abstriche. Die immer wieder von der Wirtschaftslobby angeführte Frühverrentungswelle ist Stimmungsmache, die auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer wird“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

„Jeder, der sich in der Arbeitswelt auskennt, weiß, dass die Realität anders aussieht. Aktuell arbeiten bundesweit gerade einmal 1470 von insgesamt rund 410 000 Hochbauarbeitern bis 64. Selbst wenn diese 1470 alle vorzeitig in Rente gehen wollten: Da gibt es keine Frühverrentungswelle.“

Die IG BAU lehnt es entschieden ab, die anrechenbaren Zeiten von Arbeitslosigkeit zu begrenzen oder womöglich Arbeitslosigkeit überhaupt nicht zu berücksichtigen. Eine solche Lösung würde ausgerechnet diejenigen benachteiligen, die ihr Leben lang unter besonders harten Bedingungen wie etwa am Bau gearbeitet haben. Denn typisch für diese Branche sind saisonale Beschäftigungsschwankungen. Insbesondere in Jahren, in denen es kein Saison-Kurzarbeitergeld gab, waren Beschäftigte in den Wintermonaten häufig arbeitslos.

„Eine coupierte Rente ab 63, die gerade denjenigen vorenthalten wird, die hart arbeiten müssen, wird keine Akzeptanz finden“, sagte Feiger. „Sie wird aber viele Arbeitnehmer bestätigen, die insgeheim befürchten, dass die Politik reine Wirtschaftsinteressen vertritt.“

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