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Liebesgruß zum Niedriglohn – das passt nicht


© IG BAU (Paul Schimweg)
14.02.2015
Die Floristen-Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert am heutigen Valentinstag, auch an die Floristen zu denken. „Der Druck für die Beschäftigten ist enorm. Sie wollen gerade zum Valentinstag jedem der vielen Kunden gerecht werden. Das ist harte Arbeit. Dafür erhalten die Floristinnen und Floristen noch immer viel zu wenig Lohn“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum.

Im Westen verdienen Floristen derzeit mindestens 8,54 Euro die Stunde. Selbst das Wenige wird im Osten noch unterschritten. Dort weigern sich die Arbeitgeber – anders als im Westen, wo der Tariflohn für gelernte Floristen zehn Euro beträgt – einen Tarifvertrag für die Branche abzuschließen.

Deshalb ist es gut, dass der gesetzliche Mindestlohn endlich da ist: Seit Januar erhalten die Fachkräfte die 8,50 Euro. „Es ist beschämend, dass gelernte Fachkräfte so schlecht bezahlt werden. Auch für viele Kunden ist es ein mulmiges Gefühl, Sträuße, die ihren Lieben eigentlich Freude bringen sollen, auf Kosten der Arbeitnehmer binden zu lassen“, sagte Schaum. „Liebesbeweis und Niedriglohn passen nicht zusammen.“

Die IG BAU fordert die Ost-Arbeitgeber auf, ihre Blockadehaltung zu Tarifverhandlungen endlich aufzugeben und vernünftige Branchenlöhne zu verhandeln, die das Können und die Kreativität der Beschäftigten wirklich wertschätzen.