Tarife


Maler- und Lackierer: Verhandlungen gescheitert

Letzte Chance Schlichtung

03.03.2014
Der Bundesvorstand der IG BAU hat heute offiziell die Lohntarifverhandlungen und die Verhandlungen zum Mindestlohn für die 145.000 Beschäftigten für gescheitert erklärt und die Schlichtungsstelle für das Maler- und Lackiererhandwerk angerufen.

Wie bereits berichtet, brachte auch die letzte Verhandlung keine Annäherung. Im Gegenteil, die Arbeitgeber ruderten an vielen Stellen - von bereits besprochenen Positionen - zurück.

Das zuletzt von Arbeitgeberseite unterbreitete Angebot zur Erhöhung des Ecklohnes in Höhe von drei Prozent für 14 Monate und weitere 2,1 Prozent für zwölf Monate sowie keine Einmalzahlung für mittlerweile vier Nullmonate nach Auslaufen des Lohntarifvertrages, bietet keine tragfähige Basis für weitere Verhandlungen.

Auch bei der Angleichung der Löhne Ost an West, wäre der angebotene Angleichungsschritt von 0,5 Prozent aus IG BAU-Sicht nicht ausreichend. Als Voraussetzung dafür forderten die Arbeitgeber einen abgesenkten Mindestlohn für Berlin.

Das Schlichtungsabkommen für das Maler- und Lackiererhandwerk sieht vor, dass binnen einer Frist von zehn Kalendertagen die Schlichtungsstelle erstmals zusammentreten muss. Wenn innerhalb einer Frist von weiteren zehn Kalendertagen keine Einigung erzielt werden kann, ist die Schlichtung gescheitert. Die Schlichtungsstelle wird jeweils mit fünf Beisitzern - beider Seiten - besetzt, ein unabhängiger Vorsitzender ist nicht vorgesehen.

Als ersten Schlichtungstermin hat die IG BAU den 12. März vorgeschlagen.

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