Gute Ausbildungsbedingungen, Übernahmeregelungen nach der Ausbildung, Büchergeld, die Liste an Themen, die eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) anpacken kann, ist lang. Um die JAV dabei zu unterstützen, hat der Gesetzgeber extra Rechte für JAVis geschaffen. Um die jungen Interessenvertreter auf ihre Aufgaben vorzubereiten, bietet die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Seminare an.
„Eine sinnvolle Sache“, findet Sascha Jaskowski, JAV-Vorsitzender von ThyssenKrupp Xervon im Rheinland: „Die Seminare der IG BAU sind gut und wichtig. Ich bin selber erst seit vier Monaten im Amt.“ Es sei wichtig, sagt Sascha, dass jeder JAVi die Seminare besuche, denn nur so könne man was in der Firma bewegen.
Deshalb hat die IG BAU im Januar zur Seminaroffensive geblasen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aus ganz Deutschland kamen 70 JAVis zum Grundkurs. Eine bisher einmalige Sache mit guten Ergebnissen. „Dabei war der Austausch untereinander besonders wichtig“, sagt IG BAU-Bundesjugendsekretär Christian Beck. Für die JAVis sei wichtig gewesen, zu sehen, dass sie in ihrer Arbeit nicht alleine sind. Das habe auch dazu beigetragen, dass viele nun andere Vorstellungen von ihrem Amt haben, sagt Beck.
Das kann Sascha Jaskowski nur bestätigen: „Ich sehe jetzt vieles mit anderen Augen. Man kann zwar viele Fehler machen, aber wenn man weiß, wo man im Gesetz nachschlagen muss und dass man die IG BAU-Sekretäre um Rat fragen kann, dann geht vieles leichter.“
Bei den Aufbaukursen ist Sascha deshalb wieder dabei. Denn, so sagt er, es sei wichtig, dass man als JAVi möglichst „alle Seminare besucht“. Nur so könne man gute Arbeit machen und was für seine Leute bewegen. Es gehe also nicht nur um das Recht auf Übernahme nach der Ausbildung für JAVis: „Wir JAVis können viel bewegen. Also tun wir es auch!“