Nach acht Wochen 90 Prozent organisiert
Beim Start ihres Organizing-Projekts nahm die IG BAU sich 2008 als ersten Betrieb BWL zur Brust. Dort gab es zwar einen Betriebsrat, aber von den 60 Beschäftigten war nur eine Handvoll organisiert.
Die IG BAU klärte sie auf, was es bedeutet, die Tarifbindung zu verlieren. Viele Einzelgespräche, Betriebs- und Mitgliederversammlungen folgten. Der Diskussionsbedarf war groß, mal wurde die Frühstückspause verlängert, mal in der Mittagspause gegrillt. Mitgliederversammlungen, an denen auch Nichtmitglieder teilnahmen, fanden während der Arbeitszeit statt.
Nach acht Wochen war die Belegschaft zu 90 Prozent gewerkschaftlich organisiert – und die Firmenleitung entschied sich Ende 2008, alle Tarifverträge anzuerkennen und dem Arbeitgeberverband der Steine-Erde-Industrie beizutreten (wofür sich übrigens der Verband bei der IG BAU bedankte).
Druck auf dem Kessel halten
Das Ziel war erreicht. Manch einer bedauerte, dass schon alles vorbei war. „Wir hatten noch so viele Ideen, die wir nicht verwirklichen konnten“, erzählt Wasilewski. Und: „Es hat so viel Spaß gemacht!“
Auszug aus einem Artikel der DGB-Publikation "einblick" 13/2009 vom 20. Juli 2009
Den vollständigen Artikel gibt's aös Download.