Bauhauptgewerbe


OB Feldmann solidarisiert sich mit Bauarbeitern


© IG BAU (Ralf Helwerth)
26.02.2014
Zweiter Tag der Mahnwache der rumänischen Bauarbeiter. Heute erhalten sie Unterstützung von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Er solidarisierte sich bei seinem heutigen Besuch mit den Arbeitern. Die Stadt sei betroffen und wütend, sagt er. Unternehmen versuchten über Subunternehmen, um die vereinbarten Mindestlöhne herumzukommen.

Heute Morgen hat die IG BAU die kompletten Unterlagen mit Forderung an den Generalunternehmer, die Firma Max Bögl, übergeben – mit den persönlichen Stundenaufstellungen sowie den offenen Lohnbeträgen der einzelnen Beschäftigten. Die ausstehenden Löhne haben sich nach diesen Berechnungen auf insgesamt mehr als 176.300 Euro summiert.

Der Generalunternehmer Max Bögl will sich für eine Überprüfung bis Mitte nächster Woche Zeit lassen. In vergleichbaren Fällen dauere dies jedoch lediglich ein bis zwei Tage, so die IG BAU. „Bögl spielt auf Zeit und versucht gleichzeitig, die Bauarbeiter unter Druck zu setzen“, sagt Ralf Helwerth, Gewerkschaftssekretär der IG BAU Hessen. Das Unternehmen gehe jetzt mit Schikane gegen die rumänischen Arbeitskräfte vor: Den Arbeitern werde sogar die Benutzung der Toiletten auf der Baustelle verwehrt. „Das Angebot des Generalunternehmers, mit 100 Euro Taschengeld nach Rumänien abzufahren, lehnen die Bauarbeiter ab. Sie wollen bleiben, bis sie ihren Lohn bekommen haben“, so Helwerth.

Die IG BAU Rhein-Main unterstützt die rumänischen Bauarbeiter – sie sind Mitglieder der Gewerkschaft – mit einer Solidaritätsmahnwache vor der Hotel-Baustelle im Europaviertel, Europaallee 26-28. Hilfe kommt zudem von NGG, IGM, GdP und DGB.

Interessante Links:

Frankfurter Rundschau: Arbeiter ohne Lohn
Hessenschau: Rumänische Bauarbeiter im Ausstand

© IG BAU (Ralf Helwerth)
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