Medien und Presse


Pendler-Aktion: DGB und Gewerkschaften informieren über Mindestlohn


12.01.2015
Gabriele Kailing, DGB-Bezirksvorsitzende Hessen-Thüringen, und Robert Feiger, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, zeigen sich zufrieden mit dem Verlauf der heutigen bundesweiten Pendleraktion des DGB, in deren Rahmen sie am Frankfurter Hauptbahnhof mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen sind.

Gabriele Kailing dazu: „Die Menschen haben Fragen rund um den Mindestlohn, ganz gleich, ob dieser sie betrifft oder nicht. Deshalb bietet der DGB die Mindestlohn-Hotline an. Wir wollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu motivieren, sich über ihre Ansprüche zu informieren und diese einzufordern, wenn Arbeitgeber versuchen, diese zu umgehen.“ Dabei seien engmaschige Kontrollen der Einhaltung des Mindestlohns unumgänglich, so Kailing.

Robert Feiger betont: „Aus Sicht der IG BAU muss Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Verdopplung der bislang zugesagten Personalaufstockung bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit um 1600 Stellen mehr als verdoppeln und so schnell wie möglich ins Arbeiten bringen. Der Mindestlohn ist Gesetz. Ihn zu umgehen, kann für Arbeitgeber mit bis zu 500.000 Euro Strafe sehr teuer werden. Alleine die Androhung von Strafe reicht aber nicht aus, wenn die Einhaltung des Mindestlohns nicht engmaschig kontrolliert wird und unseriöse Arbeitgeber fürchten müssen, aufzufliegen.“ Sie betrügen damit nicht nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, so Feiger. Auch dem Staat und den Sozialkassen würden Einnahmen entgehen, weil Steuern und Abgaben auf einer viel zu niedrigen Grundlage berechnet werden.