Bauhauptgewerbe


Polit-Visite: Schäfer-Gümbel besucht Skandal-Baustelle

Mahnwache: Kampf um 176.300 Euro nicht gezahlten Lohn geht weiter


© IG BAU
27.02.2014
Polit-Promi-Visite auf Frankfurter Hotel-Baustelle: 50 rumänische Bauarbeiter warten im Frankfurter Europaviertel seit Wochen auf ihre Bezahlung. Heute besuchteThorsten Schäfer-Gümbel die Skandal-Baustelle, um mit den betroffenen Bauarbeitern zu reden und sich ein Bild von der Lage zu machen. Der SPD-Bundes-Vize und Oppositionsführer im Hessischen Landtag will damit ein Zeichen der Solidarität setzen.

Aus erster Hand ließ sich Schäfer-Gümbel von den Kollegen und Mihai Balan vom EVW über die Lage der Kollegen informieren. Sie hatten bei der Firma K&T aus Sachsen angeheuert, die für Max Bögl als Subunternehmer tätig ist.

Dem Mißbrauch der Arbeitnehmerfreizügigkeit durch solche Subuntnerhmen müsse ein Riegel vorgeschoben werden, so Schäfer-Gümbel. Gleichzeitig frage er sich aber auch, wieso der Zoll sich bisher die Chance entgehen ließ, direkt vor Ort 50 Zeugen wegen Verstößen gegen den Mindestlohn zu befragen.

Für die Kollegen ein Grund zur Freude: es blieb nicht bei solidarischen Worten. Die die Bauarbeiter konnten sich auch über eine private Spende von Thorsten Schäfer-Gümbel für ihre Verpflegung freuen.

Max Bögl hat signalisiert, dass in den nächsten Tagen noch nicht mit einer Auszahlung der ausstehenden Löhne zu rechnen sei. Es soll einen Pfändungsbeschluss des Finanzamtes Chemnitz gegen den Subunrternehmer geben, nach dem Bögl verpflichtet sei, Zahlungen direkt an die Finanzbehörden zu richten.

Die Mahnwache geht weiter.

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