Bauhauptgewerbe


Profis nehmen Rücksicht


© IG BAU (Alexander Reise)
13.09.2011
Am 9. und 10. September 2011 versammelten sich Baumaschinisten aus Süddeutschland in der Bayerischen Bauakademie Feuchtwangen. Bei dem Seminar des Verein zur Förderung der Berufe des Bauhauptgewerbes e.V. in Bayern (VFBB) in Kooperation mit der IG BAU informierten sich die Profis, wie durch technische Vorrichtungen wie Rückfahr-Kamerasysteme Unfälle vermieden werden können.

In interessanten Vorträgen aber auch praktischen Vorführungen an Baumaschinen wurden die Sicherheitstechniken wie Rundum-Sichtsysteme und akustische Rückfahr-Warnsysteme erläutert und über die Möglichkeiten ihres Einsatzes diskutiert.

Ein Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erläuterte die Wichtigkeit des Arbeitsschutzes aus Sicht der Gesetzgebung und stellt Aktivitäten wie den Initiativkreis Neue Qualität des Bauens (INQA Bauen) vor.

Immer wieder werden Kollegen auf Baustellen, aber auch Unbeteiligte wie Kinder, ältere Menschen und Verkehrsteilnehmer durch Baumaschinen verletzt, im schlimmsten Fall sogar getötet. Viele dieser Unfälle geschehen beim Rückwärtsfahren. Rückspiegel können nicht alle Gefahrenbereiche erfassen. Besser geeignet sind da Kamerasysteme und aktive Rückfahr-Warner. Diese Systeme sind Stand der Technik und sollten an keiner Baumaschine fehlen.

Für alle Profis vom Bau besonders wichtig: im Falle eines Unfalls ist auch immer der Fahrer der Baumaschine verantwortlich, selbst wenn er kaum oder gar nicht die Möglichkeit hat, rund um seinen Arbeitsbereich alles einzusehen. Jeder Unfall ist einer zuviel. Gerade hier bietet sich für Betriebsräte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit ein guter Ansatzpunkt, die Interessen ihrer Kollegen wahrzunehmen und damit aktiv zum Arbeits- und Gesundheitsschutz auf dem Bau beizutragen. Denn:

WIR bauen fürs Leben!

Wegen der großen Nachfrage zu diesem Semniar wird in Süddeutschland (Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz-Saar) noch ein weiterer Termin angesetzt werden.

Ein Beitrag nach Material unseres Kollegen Alexander Reise.

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