Frauen


Recht auf Arbeit - Recht auf Existenz?


© IG BAU
17.05.2014
Frauen leisten sehr viel Arbeit für die Gemeinschaft, die nicht entlohnt wird. Nicht einmal die Hälfte der erwerbstätigen Frauen in Deutschland kann ihren Lebensunterhalt langfristig aus ihrer Berufstätigkeit sichern. Im Rahmen ihres Schwerpunktthemas „Wie wollen wir leben?“ hat sich deshalb die Bundesfrauenkonferenz der IG BAU über das bedingungslose Grundeinkommen informiert.

Dorothee Spannagel von der Hans-Böckler-Stiftung stellte als Referentin hierzu verschiedene Modelle vor. Grundsätzlich geht es um gesellschaftliche Teilhabe für alle. Das bedingungslose Grundeinkommen soll die Grundbedürfnisse der Menschen absichern.

„Es kursieren da sehr viele Vorurteile“, stellt Angelika Müller, Bundesfrauenvorsitzende der IG BAU fest. „Die schon bestehende Grundsicherung im Alter gibt es ja auch nicht zusätzlich zu einer guten Rente.“

Derzeit leben in Deutschland nur vier von zehn Menschen von ihrer Erwerbsarbeit. Andere sind zu jung, zu alt, arbeitslos oder krank, leisten Familienarbeit und, und, und… Sie leben von staatlichen oder familiären Transferleistungen.

Die IG BAU-Kolleginnen diskutierten insbesondere die möglichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. Billiglöhne und Minijobs wären finanziell nicht mehr attraktiv. Wahrscheinlich würde mehr nach dem Sinn der Arbeit gefragt und der Wettbewerb nach unten gestoppt.

Am Ende des Seminars blieben zwar einige Fragen offen, klar war aber für alle: Diese Ideen werden wir weiterdiskutieren!

Ein Beitrag unserer Kollegin Sylvia Honsberg in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann", Ausgaber 5/2014.