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Laut Medienberichten vom vergangenen Dezember sank die durchschnittliche Lebenserwartung von Geringverdienern von 77,5 Jahren im Jahr 2001 auf nur noch 75,5 Jahre im Jahr 2010. Im Osten sank die Lebenserwartung sogar von 77,9 auf 74,1 Jahre. „Ehrlich wäre es, diese Entwicklung bei der Beurteilung der Rente mit 67 einzubeziehen“, sagte Wiesehügel. „Nach der Logik von Ministerin Ursula von der Leyen müssten diese Menschen dann sogar noch vor 65 in Rente gehen dürfen.“
Die IG BAU kritisiert darüber hinaus, die weiterhin geringen Arbeitsmarktchancen von Älteren. Gerade Beschäftigte auf dem Bau können auf Grund der hohen körperlichen Belastungen schon heute nur in Ausnahmen bis 65 arbeiten. Alternative Jobs gibt es fast nicht.
„Wer sein Leben lang hart gearbeitet hat und mit Mitte Fünfzig aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden muss, hat kaum eine Aussicht auf dem Arbeitsmarkt“, stellte Wiesehügel fest. „Den Betroffenen bleibt nur die Spirale abwärts in Arbeitslosigkeit, Hartz IV und am Ende deutliche Rentenabschläge.“ Durch die Rente mit 67 wird diese Entwicklung für die Betroffenen deutlich verschärft.
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