Gebäudereinigung


Sauberkeit hat ihren Preis – Sauberkeit braucht ihre Zeit


© IG BAU (Dieter Marzahn)
01.02.2011
Faire Reinigungszeiten zu fairen Stundenlöhnen standen im Vordergrund des Treffens von mehr als 120 Kolleginnen und Kollegen aus dem Gebäudereinigerhandwerk in Berlin und Brandenburg. „Gute Arbeit ist gutes Geld wert“, betonte IG BAU-Regionalleiter Rainer Knerler nachdrücklich in seiner Rede. Er ging dabei auch auf die besonderen Probleme in den Gewerken ein.

Professionelle Gebäudereinigung ist mehr als putzen, dazu gehört Wissen über die verschiedenen Materialien, ihre Pflege, die richtigen Mittel dazu. Gut qualifizierte Reinigungskräfte haben Anspruch auf gutes Geld. „Es ist Zeit, von der ‚Geiz-ist–geil-Mentalität‘ wegzukommen hielt er , rief der den Versammelten zu.

Frank Wynands vom Bundesvorstand der IG BAU blickte zurück auf den letzten Arbeitskampf bevor er die aktuelle Tarifrunde ins Visier nahm. Er führte allen Kolleginnen und Kollegen noch einmal deutlich vor Augen, was sie materiell damit erreicht haben – und welche Dynamik sie dadurch gewonnen haben. „Das neue Selbstbewußtsein der Kolleginnen und Kollegen der Gebäudereinigung ist spürbar – und das ist auch gut so. Man stelle sich nur vor, dieses Gewerk würde drei Tage nicht arbeiten – die Auswirkungen auf die ganze Republik wären riesig“, erklärte er unter dem Beifall der Berliner und Brandenburger Gebäudereiniger.

Doch es geht nach seinen Ausführungen nicht nur um mehr Geld. Es geht auch darum, verdeckte Kurzarbeit zu bekämpfen, wenn es mehr Lohn gibt. Die Gebäudereiniger brauchen eine Orientierung für die Leistungen der Kollegen vor Ort. Sauberkeit hat ihren Preis – und sie braucht ihre Zeit.

Die Gebäudereiniger haben sich zu einer sehr starken Mitgliedergruppe in der IG BAU entwickelt. Darauf lässt sich aufbauen. Jedes Mitglied kann neue Mitglieder werben – für eine noch stärkere Fachgruppe, um mit noch mehr Kolleginnen und Kollegen landauf und landab über gerechten Lohn zu diskutieren und die Forderungen gemeinsam mit der IG BAU umzusetzen.

Ein Beitrag nach Material unseres Kollegen Dieter Marzahn.

Mitglied werden