Medien und Presse


Schicksal der Verstorbenen mahnt uns zur Vorsicht


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 25.04.2014
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mahnt einen besseren Schutz für Beschäftigte vor Unfällen und Berufskrankheiten an. Anlass ist der Internationale gewerkschaftliche Gedenktag für verstorbene und verunglückte Beschäftigte „Workers Memorial Day“ am kommenden Montag. Für 12 Uhr ruft die IG BAU alle Kolleginnen und Kollegen zu einer Schweigeminute auf. Die bundesweit zentrale Gedenkveranstaltung findet ab 18 Uhr in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt.

Dort ehrt die IG BAU sowie weitere Organisationen und Politiker in einem ökumenischen Gottesdienst die bei Ausübung ihres Berufs verstorbenen Arbeitnehmer. Zudem gibt es diverse regionale Gedenk-Veranstaltungen der IG BAU. „Die Beschäftigten in der Bau-, Land- und Forstwirtschaft sind durch die Arbeitsbedingungen in ihrem Job oft gezwungen, immer wieder große Gefahren in Kauf zu nehmen. Das geht leider nicht immer gut aus. Gerade Beschäftigte in diesen Berufsgruppen werden besonders häufig Opfer tödlicher Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. „Den ‚Workers Memorial Day’ widmen wir all denen, die durch ihren Beruf den Tod fanden. Sie mahnen uns zur Vorsicht. Deshalb fordern wir umfassende Sicherheit für die Lebenden am Arbeitsplatz.“

Im Bauhauptgewerbe starben im vergangenen Jahr 112 Menschen. Für die Land-, Forst- und Gartenwirtschaft datieren die letzten Zahlen von 2012. Insgesamt 194 Beschäftigte verstarben in diesen grünen Branchen bei Arbeits- und Wegeunfällen. Die Zahlen sind alarmierend. Wie gefährlich Baustellen immer noch sind, zeigt der Vergleich. In der Baubranche ereignen sich jedes Jahr etwa doppelt so viele tödliche Unfälle wie im Durchschnitt der gesamten gewerblichen Wirtschaft. Zudem belegt die Baubranche einen der Spitzenplätze bei Berufskrankheiten, wie Lärmschwerhörigkeit, Muskel- und Skeletterkrankungen und Asbestose. Nur wenige schaffen es bis 65 in ihrem Job. „Wir wollen das Berufsrisiko in den IG BAU-Branchen zunächst auf das Durchschnitts-Niveau aller Branchen absenken. Schon das wäre ein großer Erfolg“, sagte Dietmar Schäfers. Auch dieses Jahr planen IG BAU-Kolleginnen und Kollegen in vielen Regionen eigene Veranstaltungen.

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