Gebäudereinigung


Schluss mit den schlechten Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte in den Krefelder Schulen!


© Dietbert Wendler
23.02.2015
Der Düsseldorfer Bezirksverband der IG BAU und die Krefelder Fachgruppe-Gebäudereinigung haben zu den Arbeitsbedingungen in den Krefelder Schulen eine Informationsveranstaltung durchgeführt. Aktuell laufen die Ausschreibungen für die Krefelder Schulen, und viele Beschäftigte werden gekündigt oder sind schon von Kündigungen betroffen.

Für die schlechtesten Arbeitsbedingungen in den Schulen sollte ein Betrieb den ‚Dreckigen Mob‘ bekommen. Die IG BAU hatte zuvor rund ein Drittel der Schulen aufgesucht und einen Umfragebogen an die Reinigungskräfte verteilt. Diese Umfragebögen wurden ausgewertet - und das vorläufige Ergebnis war erschreckend, so Mahir Sahin, der zuständiger Gewerkschaftssekretär. Deshalb wird die IG BAU die Kampagne auf die anderen Krefelder Schulen ausweiten und erst dann den ‚Dreckigen Mob‘ an ein Unternehmen vergeben.

Die meisten Probleme: „Urlaubstage sind nicht richtig berechnet, die Vorarbeiterinnen bekommen nicht Ihren rechtmäßigen Stundenlohn, Mehrarbeit wird nicht vergütet. Dazu sind etliche der Beschäftigten auch von Arbeitszeitverkürzung und Leistungsverdichtung betroffen. Außerdem haben die KollegInnen die Befürchtung, dass nach den Ausschreibungen die neuen Firmen weniger Personal bei gleich bleibendem Arbeitsumfang einsetzen werden, also eine weitere Verdichtung der Arbeitsleistung stattfinden soll.

All dies kann und wird zu Einschränkungen bei Hygienestandards führen. Schlimmstenfalls könnte das sogar zu Krankheiten bei Schülern, Lehrpersonal und Reinigungskräften führen. Schlechte Arbeitsbedingungen führen zu schlechter Arbeitsqualität.

Auch wurde festgestellt, dass einige Arbeitgeber die Reinigungskräfte vor der Mitgliedschaft in der Gewerkschaft warnen bzw. den Beschäftigten mit Konsequenzen drohen und Druck auf Gewerkschaftsmitglieder ausüben.

Nicole Simons, Stellvertretende Regionalleiterin in der IG BAU Region Rheinland, forderte von der Stadt und der Politik, sich für faire Arbeitsbedingungen einzusetzen und besser zu kontrollieren, ob die tariflichen Standards eingehalten werden. Außerdem wurde gefordert, dass die neuen Arbeitsverhältnisse nach der Ausschreibung nicht befristet sein sollten sondern unbefristet. Für die gekündigten Beschäftigten forderte man, die Kündigungen zurückzunehmen und eine Weiterbeschäftigung zu gewährleisten.

Neben Ralf Köpke, DGB-Vorsitzender Krefeld, Frank Meyer, SPD-Vorsitzender, Ina Spanier-Oppermann, SPD-Landtagsabgeordnete, Stephan Hagemes, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Die Linke Krefeld und Patrick Albrecht, CDU und Mitglied des Schulausschusses war auch die örtliche Presse vertreten und berichtete über die Sorgen der Reinigungskräfte.

© Dietbert Wendler
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