Bauhauptgewerbe


Seit 1. Januar höhere Fahrtkostenerstattung


© IG BAU
14.01.2015
Seit 1. Januar gibt es im Bauhauptgewerbe mehr Fahrtkosten zurück, wenn man mit einem selbst gestellten Fahrzeug beruflich unterwegs ist.

Das gilt auf den Fahrten
von der Wohnung zur Sammelstelle (auch wenn diese der Betriebssitz ist)

von der Wohnung zur Baustelle

zwischen Bau- bzw. Arbeitsstellen

von Wochenendheimfahrten bei auswärtiger Beschäftigung

zwischen einer gestellten Unterkunft und der Baustelle bei auswärtiger Beschäftigung (das ist ganz neu)
 
Grundsätzlich werden 0,20 Euro je gefahrenem Kilometer erstattet.

Sollte eine Strecke verkehrsgünstiger sein jedoch dadurch länger wird auch der evtl. Umweg erstattet.
 
Bei Fahrten zwischen Wohnung/Unterkunft und Baustelle bzw. Sammelstelle werden Fahrtkosten erst ab einer Entfernung von 10 Kilometer erstattet. Ist die einfache Entfernung länger werden die gefahrenen Kilometer ab dem ersten Kilometer erstattet.

Die Erstattung ist auf 20 Euro pro Tag begrenzt. Das entspricht einer Strecke von 100 Kilometer. Alle Bau- bzw. Arbeitsstellen die weiter entfernt liegen sind in der Regel auslösungspflichtig.

Bei Wochenendheimfahrten bzw. Fahrten zu auslösepflichtigenen Baustellen, fällt die Mindestentfernung von 10 Kilometern und die Deckelung von 20 Euro weg. Diese Fahrten werden unbegrenzt mit 0,20 Euro je gefahrenem Kilometer erstattet.
 
Bis zum 31. Dezember galt, dass nur die kürzeste Strecke mit umgerechnet 0,15 Euro je gefahrenem Kilometer (entspricht 0,30 Euro je Entfernungskilometer) erstattet wird. Somit konnte mit dem Tarifabschluss vom 5. Juni 2014 die Fahrtkostenerstattung für Wege zur Bau- und Sammelstelle um ganze 33 Prozent erhöht werden.

Sollte in Deinem Betrieb die neue Regelung noch nicht umgesetzt werden: die Ausschlussfrist zur Geltendmachung von Ansprüchen im Monat Januar endet am 15. April 2015. Die IG BAU-Mitgliederbüros helfen gerne.

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