Senioren


Seniorinnen und Senioren auf dem 21. Ordentlichen Gewerkschaftstag

Blättern in unserer Broschüre - Leopold Pilz, Mitglied des Bundesseniorenvorstandes für die Region Niedersachsen im Gespräch mit Annelie Buntenbach, Mitglied des Geschäftsführendes Bundesvorstand des DGB
Blättern in unserer Broschüre - Leopold Pilz, Mitglied des Bundesseniorenvorstandes für die Region Niedersachsen im Gespräch mit Annelie Buntenbach, Mitglied des Geschäftsführendes Bundesvorstand des DGB © IG BAU (Eva-Maria Pfeil)
07.10.2013
Der Informationsstand der Seniorinnen und Senioren im Foyer war in den Pausen gut besucht. Unser Schwerpunktthema „Altengerechtes Bauen und Wohnen“ stand mit der bereits bekannten Ausstellungswand und der überarbeiteten Broschüre im Mittepunkt und wurde auch von zahlreichen Standbesuchern mit großem Interesse aufgenommen.

Am Kochtopf und mit Wut im Bauch

In Vorbereitung auf den 21. Ordentlichen Gewerkschaftstag haben die Mitglieder des Bundesseniorenvorstandes Rezepte gesammelt und eine kleine Broschüre erstellt, die sie den Delegierten und Gästen überreicht haben. Diese Broschüre sollte aber nicht nur ein Rezeptbuch sein, sondern auch die private Seite unserer Ehrenamtlichen zeigen. Auch die Wut, die wir oft empfinden, haben wir aufgeschrieben. Denn wenn zum Beispiel trotz 45 Jahren Berufstätigkeit die Rente nicht zum Leben reicht und noch mit Minijobs dazu verdient werden muss oder ältere Arbeitnehmer aus dem Arbeitsprozess gedrängt werden und sie dadurch Abschläge bei der Rente in Kauf nehmen müssen, ist sicher für jeden nachvollziehbar, dass auch Seniorinnen und Senioren nicht nur gerne und lecker, sondern oftmals auch vor Wut kochen.

Vor der Bundestagwahl haben wir mit 47 Bundestagsabgeordneten der einzelnen Parteien über Reformvorschläge und die Anforderungen der IG BAU diskutiert. Über 6.000 Seniorinnen und Senioren haben an diesen Veranstaltungen teilgenommen. Wir haben unsere Forderungen dargelegt und Antwort dazu bekommen. Nun werden wir die Bundestagsabgeordneten, die mit uns ins Gespräch gekommen sind, beim Wort nehmen werden.

Wir erwarten eine Trendwende in der Rentenpolitik. Die neue Bundesregierung muss zumindest für eine Stabilisierung des Rentenniveaus sorgen und notwendige Leistungsverbesserungen durchsetzen, um Altersarmut zu bekämpfen. Mit dem DGB-Rentenmodell haben wir gezeigt, dass dies solidarisch finanzierbar ist.

Wir als die „Alten“ in der IG BAU können auf eine große Lebenserfahrung zurückblicken. Als Gewerkschafter haben wir uns in den unterschiedlichsten Funktionen für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Mitbestimmung eingesetzt und mischen auch jetzt noch mit. Wichtig ist zu wissen, dass bei der vielen ehrenamtlichen Arbeit die Familie hinter uns steht.

Unseren Partnerinnen und Partnern, Kindern und Enkeln wollen wir hiermit danke sagen und hoffen, dass sich bei dem einen oder anderen nach gekochten Rezept viele zu einem gemütlichen Essen zusammensetzen und hier so manches Erlebnis aus unserer ehrenamtlichen Gewerkschaftsarbeit erzählt wird.

Die vielen Gespräche an unserem Informationsstand über unsere Broschüre „Seniorinnen und Senioren kochen gern - manchmal auch vor Wut“ zeigten uns, dass wir so manch einem aus dem Herzen gesprochen haben. Die vielen Nachfragen nach dieser Broschüre im Nachhinein zeigen uns, dass sich unsere Arbeit gelohnt hat und es sicher noch eine zweite Auflage geben wird.

Ein Beitrag unserer Kollegin Eva-Maria Pfeil.

Mitglieder des Bundesseniorenvorstandes verteilen die Gutscheine – in der Mitte Elke Garbe, Vorsitzende des Bundesseniorenvorstandes © IG BAU (Eva-Maria-Pfeil)
Beinahe der gesamte neugewählte Bundesvorstand am Infostand der Senioren © IG BAU (Eva-Maria Pfeil)
Ulrike Laux, unser neues Bundesvorstandsmitglied, am Stand der Senioren © IG BAu (Eva-Maria Pfeil)
Auch jüngere Delegierte interessieren sich für unsere Broschüre © IG BAU (Eva-Maria Pfeil)
Besucher an unserem Info-Stand © IG BAU (Eva-Maria Pfeil)