Forstwirtschaft und Naturschutz


Siegel für gute Arbeit im Forst

© schemmi / www.pixelio.de
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25.10.2012
Die Arbeitsbedingungen im Forst sind europaweit in der Diskussion. Für die Gewerkschaften ist es schwierig, gute Sozialbedingungen durchzusetzen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kämpft beispielsweise schon seit zwei Jahren um die Anerkennung der tariflich vereinbarten Forst-Mindestlöhne durch die Politik. Mit einer eigenen Veranstaltung beschäftigt sich die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) auf ihrer europäischen Regionaltagung in Warschau mit Fragen der Arbeitsbedingungen der Forstarbeiter.

IG BAU-Bundesvorstandmitglied Harald Schaum und die IG BAU-Forstexperten Volker Diefenbach und Siegfried Rohs nahmen an der Diskussion teil. Sie betonten die Bedeutung sowohl des FSC-Siegels als auch des PEFC-Siegels für die Situation der Beschäftigten. Die Zertifikate garantieren die soziale und ökologische Forstbewirtschaftung. In manchen Berichten wird das FSC-Siegel zwar kritisiert. Aber: „Zumindest um soziale Arbeitsstandards im Forst durchzusetzen, ist es ein gutes Mittel“, hebt Harald Schaum hervor. „Die Sozialbedingungen sind Teil der Zertifizierung.“

Zukünftig werden FSC- und PEFC-Siegel wohl noch stärkeren Druck auf die Arbeitgeber ausüben. Denn ab dem Frühjahr 2013 darf laut EU-Verordnung kein illegales Holz mehr in den Verkehr gebracht werden. Geeigneter Nachweis dafür, dass das Holz ok ist, bieten die Siegel. Wer im Geschäft bleiben will, muss sich dann an die Sozialstandards halten.

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