Dachdecker-, Gerüstbauer- und Steinmetzhandwerk


"So billig werden wir uns nicht verkaufen!"


© IG BAU (Damian Warias)
Köln, 05.09.2014
Das Dachdeckerhandwerk im Kammerbezirk Köln feiert die Einweihung der nach eigenen Angaben modernsten Bildungsstätte für das Dachdeckerhandwerk in Deutschland. Eigentlich ein Grund zur Freude, wären da nicht die festgefahrenen Tarifverhandlungen für die Dachdecker. Dagegen regt sich Widerstand und Protest. Aktiv gemacht hat die IG BAU Rheinland - und den Festakt genutzt, um Innungsmeister, Handwerkskammer- und Verbandsfunktionäre über den Stand der Tarifverhandlungen informiert.

Auch in der dritten Tarifverhandlung blockierten die Arbeitgeber eine Lösung. Nach ihrer Vorstellung sollen die rund 80 000 Beschäftigten der Branche nicht an der guten Baukonjunktur beteiligt werden.

Die Kollegen machten deutlich: Wer diese Halle voll haben will, muss den Beschäftigten und Auszubildenden eine Perspektive bieten. Der Durchschnitt der Tariferhöhungen aller Branchen in 2014 liegt zwischen 2,6 und 3,2 Prozent.

Unsere Forderung von 5,8 Prozent ist gut begründet. Die Kollegen arbeiten mit viel Einsatz einen Auftragsberg von mehreren Monaten ab. Wenn bei dieser Auftragsdecke kein Ergebnis erzielt wird, liegt das nicht an den Kollegen. Einige Arbeitgeber haben schon in der Tarifpolitik bewiesen, dass sie nicht rechnen können.

Dagegen ist das Angebot der Arbeitgeberverbandsvertreter von 1,3 Prozent eine Unverschämtheit. Der Sturm füllt den Meisterbetrieben die Kassen, und wir stehen da, mit krummen Rücken und leeren Taschen!

Für die Dachdecker im Rheinland ist klar:

SO BILLIG WERDEN WIR UNS NICHT VERKAUFEN!!!!

© IG BAU (Reinhard Steffen)
© IG BAU (Damian Warias)
© IG BAU (Damian Warias)
© IG BAU (Damian Warias)