Junge BAU


Solidarität mit den jungen Opfern in Suruc


© IG BAU (Nelli Hettich)
Maierhöfen, 21.07.2015
Die junge BAU hat ihre Aktivenakademie in Maierhöfen kurzzeitig unterbrochen, um die Anschläge in der südostanatolischen Stadt Suruc zu verurteilen und der Toten zu gedenken. Bei der Bombenexplosion während einer Pressekonferenz der Föderation der Sozialistischen Jugendverbände wurden mindestens 30 Menschen ermordet.

. Die meisten von ihnen waren Jugendliche, die im Anschluss an die Konferenz in das nur wenige Kilometer entfernte Kobane in Syrien reisen wollten. Dort wollten sie helfen, die Stadt wieder aufzubauen, die bei heftigen Kämpfen zwischen kurdischen Selbstverteidigungskräften und Truppen des „Islamischen Staats in Syrien“(ISIS), stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Kobane ist seit seiner Befreiung mit internationaler Hilfe ein Symbol für den Kampf gegen die Terroristen des IS geworden. Alle Hinweise deuten darauf hin, dass die Anschläge von Terrormilizen verübt worden sind.

„Die jungen Menschen wurden ermordet, weil sie eine bessere Welt aufbauen wollten“, sagte IG BAU-Bundesjugendsekretärin Natascha Ponczeck. Am Montag stand für die Teilnehmer der Aktivenakademie die internationale Gewerkschafts- und Jugendarbeit auf dem Lehrplan und die Nachricht versetze viele in Trauer. Dennoch wollten sie trotz anfänglicher Überlegung die Aktivenakademie nicht dauerhaft unterbrechen. „Denn auch wir wollen eine bessere Welt aufbauen und müssen dafür lernen, wie sie funktioniert“, so Ponczeck.

Auch in der Bildungsstätte Steinbach versammelten sich Seminarteilnehmer spontan, um ihre Solidarität mit den Betroffenen zu demonstrieren. Betriebsräte und Sekretäre der IG BAU diskutierten die Geschehnisse und zeigten sich bestürzt.

Spontane Solidarität auch in Steinbach © IG BAU (Jan Meyer)