Senioren


Soziale Ungleichheit und demokratische Gesellschaft

28.12.2016
Im Dezember 2016 nutzten die Mitglieder des IG BAU-Bundesseniorenvorstands ein Seminar in Erfurt, um Erklärungen dafür zu finden, warum es in einem so reichen Land wie Deutschland Armut gibt. Sie gingen der Frage nach, ob unsere Gesellschaft auseinanderdriftet.

Die Vorstände wurden durch Beiträge sozialer Träger auf die verschiedenen Facetten von Armut aufmerksam gemacht. Sie hatten aber auch die Möglichkeit, sich selbst bei Exkursionen zum Caritas Tagestreff/Suppenküche und zur Erfurter Tafel ein Bild davon zu machen.

In den sozialen Einrichtungen gibt es Angebote, die bedürftigen Menschen eine warme Mahlzeit und die Möglichkeiten des geselligen Miteinanders in angenehmer Umgebung ermöglichen. Auch Möglichkeiten zur Körperpflege und frische Kleidung werden gestellt.

Die IG BAU-Senioren sahen, dass der Bedarf groß ist. Zahlreiche Jugendliche, ältere Menschen und viele ausländische Mitbürger waren vor Ort. Trotz der sehr verschiedenen Menschen herrschte in den Einrichtungen eine freundschaftliche Atmosphäre. Da alle Wohlfahrtseinrichtungen auf Spenden angewiesen sind, zeigten auch die Senioren Solidarität in Form von Spenden.

Nicht auf alle Fragen konnte eine befriedigende Erklärung gefunden werden. Denn eins war sicher: Es bedarf noch vieler grundsätzlicher politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen, soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft auszuschalten, um Armut und Ausgrenzung in Deutschland zukünftig zu verhindern.

Ein Beitrag unserer Kollegin Elke Garbe in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann", Ausgabe 2/2017.