Dachdecker-, Gerüstbauer- und Steinmetzhandwerk


Sparen für die Zusatzrente


© Kalle Meyer
18.12.2015
„Die Rente ist sicher“, sagte einst Bundessozialminister Norbert Blüm. Von wegen. Diese Aussage stimmt nur noch vom Grundsatz her. Denn das Rentenniveau wird in Zukunft immer weiter sinken. Deshalb ist finanzielle Altersvorsorge umso wichtiger.

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat durch erfolgreiche Tarifpolitik für viele Branchen speziell zugeschnittene Zusatzrenten in Tarifverträgen verankert. So auch für das Gerüstbauer-Handwerk.


Bereits Anfang der Achtzigerjahre haben die Tarifvertragsparteien für die Beschäftigten in dieser Branche eine arbeitgeberfinanzierte Rentenbeihilfe vereinbart. Mit ihr werden Ausfälle beim Aufbau des Anspruchs auf die gesetzliche Rente ausgeglichen, die durch Zeiten der Arbeitslosigkeit oder witterungsbedingte Einkommensausfälle entstehen. Die Rentenbeihilfe beträgt – je nach Tätigkeitsdauer – bis zu 86,92 Euro monatlich.

„Ein weiterer Weg zum Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung ist die Umwandlung von Arbeitsentgelt. Um eine solche betriebliche Altersversorgung zu fördern, hat die IG BAU mit dem Bundesverband Gerüstbau e.V. beziehungsweise der Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk in diesem Jahr einen Tarifvertrag zur Regelung der Tariflichen Zusatzrente im Gerüstbauer-Handwerk (TZR) abgeschlossen“, sagt Dieter Wasilewski, IG BAU-Abteilungsleiter für die Bauwirtschaft und zuständig für die Gerüstbauer-Branche.

Die Arbeitnehmer können sich eine individuelle, freiwillige Zusatzversorgung aus dem umgewandelten Arbeitsentgelt aufbauen. Der Arbeitgeber leistet – sofern er Mitglied im Bundesverband Gerüstbau e.V. oder der Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk ist – 25 Prozent des Arbeitnehmer-Eigenbeitrags als zusätzlichen Arbeitgeberzuschuss.

Beispiel:
Wandelt ein Arbeitnehmer 40 Euro um, zahlt der Arbeitgeber zehn Euro. Außerdem hat der Arbeitnehmer sozialversicherungsrechtliche und steuerliche Vorteile: So bedeutet der Ansparbetrag von 50 Euro nur einen Nettolohnverzicht von 20,17 Euro. Für 20,17 Euro gibt es also insgesamt 50 Euro.

Die TZR wird von der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG (SOKA-BAU), der Altersversorgungseinrichtung des Baugewerbes, durchgeführt. Auch hier gilt: Die SOKA BAU bietet ein Produkt mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Und: Es fallen gegenüber der privaten Versicherungswirtschaft bei Vertragsabschluss keine Provisionen an.

Um sich über die Möglichkeiten der Tariflichen Zusatzrente genau zu informieren, stehen vor Ort qualifizierte Berater der SOKA-BAU zur Verfügung.

Mehr Infos auf der Internetseite der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes, telefonisch unter 08001000883, oder per E-Mail an tzrE-Mail-Adressesokageruest.de.

Ein Beitrag unserer Kollegin Gerlinde Dickert in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift „Der Grundstein/Der Säemann“, Ausgabe 12/2015-01/2016.