Junge BAU


Spezialisten für die Jugend


© Kathrin Antrak / www.pixelio.de
30.07.2015
Möglichst schnell sollen Jugendberufsagenturen eingerichtet werden, fordert der DGB, um die hohe Zahl der Jugendlichen ohne Berufsabschluss zu reduzieren. Denn wer keine Ausbildung hat, wird mit dem Stempel geringqualifiziert sehr schnell zum (Langzeit-)Arbeitslosen. Im Jahr 2013 zählten die Statistiker 1,4 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsabschluss.

Neu ist die Problematik nicht. Schon auf dem Dresdner Bildungsgipfel 2008 setzte sich die Bundesregierung das Ziel, ihre Zahl auf 8,5 Prozent abzusenken. Erreicht wurde es nicht.

Einen gravierenden Missstand sieht der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy darin, dass die aktuellen Maßnahmen zu intransparent seien. Viele der Betroffenen gingen „in einem Hin und Her zwischen drei zuständigen Trägern – Agenturen für Arbeit, Jobcenter und Jugendhilfe – verloren“. Spezielle Jugendagenturen sollten möglichst alle schulpflichtigen Jugendlichen erreichen. Das schließt auch BewerberInnen mit ein, die in den vergangenen Jahren keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Die Agenturen sollten nicht nur Ausbildungsplätze vermitteln, sondern die BerufsanfängerInnen bis zum Abschluss und zur eventuellen Übernahme begleiten. Mit zeitnaher Vermittlung allein ist für den DGB das Ziel noch zu kurz gesteckt. Junge Arbeitslose brauchen beispielsweise eine gute berufliche Weiterbildung – mit Aufstiegsperspektiven.

Mehr zum Thema: www.bit.ly/Geringqualifizierte