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Start der Verhandlungen für einen Bundesrahmentarifvertrag


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 01.07.2014
Erstmals starten morgen die Verhandlungen über einen Bundesrahmentarifvertrag für den Gartenbau. In der Branche arbeiten rund 400 000 Beschäftigte. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hatte sich dafür lange Zeit stark gemacht und im Zuge dessen bereits vor fünf Jahren einen ersten Entwurf eines zeitgemäßen Entgelttarifvertrags für die Branche vorgelegt.

In Köln gehen die Verhandlungen der IG BAU mit den Arbeitgebern des Gartenbaus nun in die erste Runde. Der Rahmentarifvertrag regelt keine Lohnhöhe, sondern die grundsätzlichen Bedingungen der Arbeit. „Das große Durcheinander bei den Rechten der Arbeitnehmer muss endlich ein Ende haben. Es gibt keine sachlichen Gründe dafür, den Beschäftigten in einer Region Ansprüche vorzuenthalten, die sie in einer anderen haben“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum. „Es ist höchste Zeit für einheitliche Verhältnisse.“

Die IG BAU fordert im Einzelnen deutschlandweit eine 37 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Derzeit gilt für die Beschäftigten im Gartenbau im Osten eine Wochenarbeitszeit von teilweise bis zu 41 Stunden, während es im Westen 39 Stunden sind. Vereinheitlicht werden soll auch der Urlaubsanspruch auf 30 Tage im Jahr für alle. Wichtig ist der IG BAU zudem die bisher bestehenden Lohn- und Gehaltsgruppen zu Entgeltgruppen zusammenzufassen. „Eine Untergliederung in Produktions- und kaufmännische Arbeit ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte Schaum. „In der Praxis üben viele Beschäftigte bereits Tätigkeiten in beiden Bereichen aus.“

Darüber hinaus strebt die IG BAU eine betriebliche Altersvorsorge an und eine Übernahmegarantie nach der Ausbildung. Gleichzeitig soll der berufliche Quereinstieg erleichtert und die Treue zum Betrieb belohnt werden.

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