Junge BAU


Stoppt Sozialdumping – keine neoliberale Scheiße – für ein soziales Europa!


© BHI
26.05.2014
Eine Delegation von sieben Mitgliedern der Jungen BAU fuhr nach Brüssel, um dort vom 16. bis 17.Mai an einem zweitägigen Aktions- und Trainingsveranstaltung der europäischen Bau- und Holzgewerkschaften der EU-Gründerstaaten teilzunehmen. Insgesamt 50 Mitglieder aus fünf Ländern waren vertreten.

Auch, wenn diese fünf Länder ihre Unterschiede haben - Prekäre Beschäftigung und schlechte Arbeitsbedingungen sind überall ein Problem. Diese daraus resultierende Wut wollten die jungen Gewerkschafter klar zum Ausdruck bringen und zogen mit Fahnen und Transparenten lautstark mit Sirenen und Parolen vor die Europäische Kommission. Hier, wo die neoliberalen Diskurse im letzten Jahrzehnt eine Heimat gefunden zu haben scheinen, brachte es Natascha Fischer (IG BAU) auf den Punkt: „Wir wollen keine neoliberale Scheiße!“ Dies wurde von allen Teilnehmern zum zentralen Slogan der Konferenz gemacht. Aber natürlich nutzten die Delegationen auch den Aufenthalt in Brüssel, um kurz vor der Europawahl sich mit Abgeordneten der europäischen Parteien zu treffen und sie mit ihren Problemen zu konfrontieren.

So ernst die Themen auch waren, so ließen sich die Jungen Gewerkschafter es sich am Abend nicht nehmen, sich bei der „Fiesta syndical“ zu feiern. Viele Kontakte wurden geknüpft und natürlich auch das ein oder andere belgische Bier getrunken…

Am darauffolgenden Tag ging es mit den Fragen weiter: Wie ist die Situation im Bausektor im eigenen Land? Welche Auswirkungen hat die Eurokrise darauf? Wie gehen wir damit als Gewerkschaften, z.B. mit Sozialdumping, um?

Carsten Burckhardt, für die Junge BAU und Jugendpolitik zuständiges Bundesvorstandsmitglied, kommentiert dieses internationalen Treffen der jungen Gewerkschafter mit den Worten: „Die Stimme der europäischen Bau-und Holzgewerkschaftsjugenden muss im Europäischen Parlament deutlich zu hören sein! Gerade bei arbeits- und sozialpolitischen Themen muss die Zukunft Europas – die Jugend - ein gewichtiges Wort mitreden. Dafür müssen wir kämpfen - und dafür war dieses Treffen ein erster guter Schritt!“

Ein Beitrag unserer Kollegin Natascha Fischer.

© IG BAU (Natascha Fischer)

Hier ein ausführlicher Bericht (Englisch).