Forstwirtschaft und Naturschutz


Tarif- und Besoldungsrunde 2016 im ÖD mit Bund und Kommunen geht in die entscheidende Phase

IG BAU erwartet ein verhandlungsfähiges neues Angebot der Arbeitgeber

27.04.2016
Mit Warnstreiks haben die Beschäftigten im Bundes- und Kommunalforst das erste Arbeitgeberangebot vom 12. April 2016 zurückgewiesen. Wir sind mehr wert als eine Reallohnkürzung, so die Botschaft an die Arbeitgeberseite. Bei guter Konjunkturentwicklung und erheblichen Steuereinnahmen, so wird für die Jahre 2016 bis 2019 ein Steuerplus von 15,1 Prozent beim Bund und von 14,5 Prozent bei den Kommunen erwartet, ist das Angebot reine Provokation.

Zur Verhandlungsfortsetzung am 28. April 2016 in Potsdam erwarten die Forstgewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die rund 4000 Beschäftigten im Bundes- und Kommunalforst ein neues solides verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. Wir wollen an den Einkommensentwicklungen in der Gesamtwirtschaft Anschluss halten.

Da ist die Forderung nach 6 Prozent mehr Lohn und 100 Euro monatlich mehr Ausbildungsentgelt nur gerechtfertigt. Zudem fordert die IG BAU weitere deutliche Verbesserungen für Auszubildende, 30 Tage Urlaub sowie eine verbindliche Übernahme. Es soll ein Arbeitgeberbeitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität (z. B. Ausbildungsmittel, Fahrtkosten) geleistet werden. Sachgrundlose Befristungen sollen ausgeschlossen werden. Die Regelungen zur Altersteilzeitarbeit sollen über den 31. Dezember 2016 hinaus verlängert werden.

Solange einige Zusatzversorgungskassen, wie beispielsweise die in Bayern im Geld schwimmen, sehen wir keinen bundesweiten Handlungsbedarf zur Stabilisierung der betrieblichen Altersversorgung. Ist der Handlungsbedarf nachgewiesen, sind Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen von Beschäftigten und Arbeitgebern zu erbringen. Wir erwarten die Inkraftsetzung einer neuen Entgeltordnung im Bereich der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Das Tarifergebnis muss zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden.