Tarife


Tarifergebnis für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Hessen: Die Entgelte steigen um insgesamt 5,02 Prozent

15.04.2015
In der zweiten Verhandlungsrunde für die Landesbeschäftigten, konnten sich die Tarifparteien in den frühen Morgenstunden des 15. April in Dietzenbach auf ein Tarifergebnis verständigen. Gemeinsam mit der IG BAU konnten die Beschäftigten Druck auf die Arbeitgeber ausüben und unseren Erfolg ermöglichen.

Mit den vereinbarten Entgelterhöhungen halten die hessischen Beschäftigten Anschluss an den Einkommensentwicklungen der übrigen Länder. Dazu erhöhen sich die Entgelte in zwei Schritten: Rückwirkend zum 1. März 2015 steigen die Entgelte um 2,0 Prozent. Zum 1. April 2016 steigen die Entgelte um weitere 2,4 Prozent, mindestens bis einschließlich der Entgeltgruppe 9 um 80 Euro pro Monat.

Damit erhöhen sich die Entgelte über die Laufzeit bis 31. Dezember 2016 um durchschnittlich 5,02 Prozent. In den unteren Entgeltgruppen beträgt die Erhöhung sogar mehr als sechs Prozent. Damit konnten die unteren Entgelte überproportional angehoben und eine spürbare Reallohnsteigerung vereinbart werden.
 
Die IG BAU hat Innenminister Peter Beuth aufgefordert das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen.
 
Zur Stabilisierung der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes wird das Verhandlungsergebnis mit den Ländern zur Zusatzversorgung zeit- und wirkungsgleich übertragen und so die Leistung der Zusatzversorgung auch bei steigender Lebenserwartung gesichert. Dazu wird ein Zusatzbeitrag zur Umlage der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) erhoben. Dieser beträgt zum 1. Juli 2015 0,2 Prozent, ab 1. Juli 2016 0,3 Prozent und ab 1. Juli 2017 0,4 Prozent. Die Arbeitgeber beteiligen sich im gleichen Umfang.
 
Auszubildende erhalten in diesem und im nächsten Jahr zu den gleichen Zeitpunkten eine Erhöhung ihrer Ausbildungsvergütung um jeweils 30 Euro monatlich, ihr Urlaubsanspruch steigt von 27 auf 28 Tage. Die Übernahmegarantie nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung wird um weitere zwei Jahre verlängert und gibt den Auszubildenden eine berufliche Perspektive. Die Forstwirtauszubildenden erhalten eine pauschale Entschädigung von 25 Euro für den erhöhten Aufwand für die Fahrten zur Ausbildungsstätte.
 
Zur Fortentwicklung des Tarifrechts haben die Tarifparteien erklärt, jährlich zu Gesprächen zusammen zu kommen.

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