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Tierschutz heißt auch Arbeitsschutz für die Beschäftigten


© IG BAU (Paul Schimweg)
Berlin, 16.01.2014
Anlässlich des Starts der Internationalen Grünen Woche in Berlin ruft die Agrargewerkschaft IG BAU zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft auf. Dieses Ziel lässt sich aber nur erreichen, wenn gleichzeitig auch die Belange der rund 120 000 Beschäftigten in der Landwirtschaft berücksichtigt werden. „Mehr Tierwohl im Stall setzt gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte voraus. Wer den Tierschutz ernst nimmt, ist deshalb auf deren Fähigkeiten und Erfahrung angewiesen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum.

„Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten sowie die Art und Weise der Tierhaltung entsprechen sich oft. Dieser Zusammenhang wurde in der meist sehr emotional geführten Diskussion viel zu lange übersehen.“

Die IG BAU hebt diesen Aspekt nun mit einem Positionspapier (s. Anlage) in den Fokus. Es benennt die wesentlichen Grundsätze, die zusammenwirken müssen, um das Tierwohl zu gewährleisten. Am Anfang steht die Feststellung, dass gute soziale Rahmenbedingungen sowie die Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften die Grundlage für einen exzellenten Tierschutz sind. So müssen beispielsweise Stallanlagen nicht nur umwelt- und tierschutzgerecht sein, sondern auch der Arbeitssicherheit Rechnung tragen. Die Zahl der Beschäftigten muss zudem in einem vernünftigen Verhältnis der zu betreuenden Tiere stehen.

„Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich hat den Auftrag, die im Koalitionsvertrag verankerte Bundestierwohloffensive umzusetzen. Wir werden darauf achten, dass die in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen bei diesem Prozess nicht übergangen werden", sagte Schaum.