Bauhauptgewerbe


Topverdienst für Bau-Nachwuchs


© IG BAU
13.05.2015
Der Nachwuchs auf dem Bau steht an der Spitze. Von allen Auszubildenden verdienen die Azubis in der Baubranche am besten. Das geht aus einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. Dabei wurden bundesweit die tariflichen Ausbildungsvergütungen in den gängigsten Berufen ausgewertet. Demnach bekommen vom Maurer bis zum Straßenbauer alle Bau-Azubis während ihrer dreijährigen Ausbildung im Schnitt 1.030 Euro pro Monat.

Noch nie war eine Ausbildung auf dem Bau so attraktiv wie heute. Azubis auf dem Bau sind aber nicht nur beim Lohn ganz vorn, sie haben auch besondere Vorteile bei der Altersvorsorge. Denn auf dem Bau gibt es eine tarifliche Zusatzrente. Außerdem sind die Chancen nach der Ausbildung gut, die Karriereleiter auf dem Bau hochzuklettern. Der Maurer kann es über die Aufstiegsfortbildung bis zum Geprüften Polier bringen.

Im ersten Lehrjahr erhalten Auszubildende im Baugewerbe im Westen derzeit 690 Euro pro Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1.060 Euro und im dritten 1.339 Euro. Zum 1. Juni steigen die Vergütungen noch einmal um 2,8 Prozent – auf 708 Euro im ersten, 1.088 Euro im zweiten und 1.374 Euro im dritten Lehrjahr. Zum Vergleich: Ein angehender Verkäufer verdient während seiner Ausbildung im Schnitt 755 Euro pro Monat.

Im Osten sind es derzeit im ersten Lehrjahr 609 Euro, im zweiten 836 Euro und im dritten 1.056 Euro. Auch hier gibt es ab 1. Juni mehr Geld, und zwar 629 Euro im ersten Ausbildungsjahr, 864 Euro im zweiten und 1.091 Euro im dritten.

Der bundesweite Durchschnitt bei den Ausbildungsvergütungen liegt laut BIBB bei 795 Euro.

Es ist Zeit, wieder für die Bauberufe zu werben. Mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel ist der Bedarf an Nachwuchs groß: Auf dem Bau ist Qualität ein Muss. Schon heute muss für das Know How von morgen gesorgt werden.

19 Ausbildungsberufe zählen zum Bauhauptgewerbe – vom Zimmerer über den Betonbauer bis zum Trockenbaumonteur. Das ist eine breite Job-Palette. Und in einem Bauberuf kann man sehen, was man geschaffen hat.

Hinzu kommt: Auf dem Bau werden die Azubis in der Regel übernommen. Dabei weist die IG BAU auf eine Sonderregelung hin: Ein Azubi, dem nicht mindestens vier Monate vor Ausbildungsende gekündigt wird, hat Anspruch auf eine unbefristete Übernahme. Das gilt immer dann, wenn der Azubi in der Gewerkschaft und der Betrieb tarifgebunden sind.

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