Maler und Lackierer


Treffen der Generationen


© IG BAU
07.05.2015
Auf Einladung der Bundesfachgruppe des Maler- und Lackiererhandwerks trafen sich 40 Auszubildende aus dem Maler- und Lackiererhandwerk am 24. und 25. April in Frankfurt/Main, um über Probleme in der Ausbildung und die bevorstehenden Tarifverhandlungen für die Auszubildenden zu diskutieren.

Tatkräftige Unterstützung holte sich die Fachgruppe von der Jungen BAU. Neben dem Veranstaltungs-Know-how brachten sich deren Vertreter auch engagiert in die Diskussionen ein.

„Für die bevorstehenden Verhandlungen ist es wichtig, aus erster Hand zu erfahren, wo die Probleme der Auszubildenden sind“, so Traugott Feder, Vorsitzender der Bundesfachgruppe.

In der Diskussion zeigte sich schnell, wo der Schuh bei den Auszubildenden drückt. Vor dem Hintergrund, dass Kosten für Berufsbekleidung, Fahrkosten und Werkzeuge in vielen Fällen nicht von den Ausbildungsbetrieben übernommen werden, sollten die Ausbildungsvergütungen deutlich steigen. Als ungerecht empfinden alle Teilnehmer den zu geringen Anspruch auf Erholungsurlaub. Alle Beschäftigten der Branche haben Anspruch auf mindestens 25 Arbeitstage Urlaub, mit Ausnahme der Auszubildenden.

„Welchen Stellenwert die Arbeitgeber ihrem Fachkräftenachwuchs zuweisen, zeigen die nach wie vor im Vergleich zu anderen Branchen niedrigen Ausbildungsvergütungen und ein Urlaubsanspruch von 21 Arbeitstagen“, kritisiert Traugott Feder.

Am Ende der Diskussion wurde gemeinsam ein Forderungspaket geschnürt, mit dem die IG BAU-Tarifkommission in die demnächst beginnenden Verhandlungen geht.

Als frischgebackenes Mitglied der Tarifkommission und Vertreterin der Jungen BAU in der Bundesfachgruppe und selbst Maler- und Lackierer-Auszubildende, betont Carina Lehmann: „Meine Kolleginnen und Kollegen haben es verdient, fair behandelt zu werden. Deshalb will ich mich aktiv in die Diskussionen mit den Arbeitgebern einbringen“.

Fachlich kreativ ging es dann am Samstag zu. Unter professioneller Anleitung eines Graffiti-Künstlers probierten sich die Teilnehmer im Rahmen eines Workshops an Sprühdose und Leinwand. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und der Spaß kam auch nicht zu kurz.

Die Bundesjugendsekretärin Natascha Ponczeck am Ende der Veranstaltung: „Dieses Wochenende hat eindrucksvoll gezeigt, wie eine Zusammenarbeit zwischen älteren und jungen Kolleginnen und Kollegen funktionieren kann. Ein Gedanke hat dabei alle Teilnehmer geeint: Das Handwerk muss an seine Zukunft denken, kann und darf daher nicht an der Ausbildungsqualität und der Ausbildungsvergütung sparen - sonst wird es irgendwann keine Azubis mehr geben, die diesen Beruf erlernen wollen!“

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