Bauhauptgewerbe


Verbesserte Urlaubsvergütung bei Langzeiterkrankung und Saisonkurzarbeit


© www.pixelio.de / Rainer Sturm
08.02.2013
Einen langen Atem bewies die IG BAU, um mit den Arbeitgeberverbänden eine verbesserte Regelung zu Urlaubsvergütung bei Langzeiterkrankung und Saisonkurzarbeit zu erreichen. Nach hartnäckigen Verhandlungen seitens der IG BAU ist diese nun seit Anfang des Jahres unter Dach und Fach.

Demnach erhalten Bauarbeiter seit dem 1. Januar auch für solche Zeiten, in denen sie bisher keine Urlaubsvergütung bekamen, den vollen Anspruch auf 14,25 Prozent ihres Bruttolohns.

„Wir haben uns lange für eine Verbesserung der Urlaubsregelung eingesetzt. Mit der erzielten Vereinbarung stellen wir sicher, dass die Kolleginnen und Kollegen am Bau nicht schlechter gestellt werden als Arbeitnehmer in anderen Branchen“, sagte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. „Im Kampf um die besten Köpfe ist dies auch ein klares Signal für die Attraktivität der Bauberufe.“

Ebenso erhalten nunmehr auch Langzeitkranke für die Zeiten, in denen sie keinen Lohnfortzahlungsanspruch hatten, eine Urlaubsvergütung von 14,25 Prozent des Stundenlohns.

Neu geregelt wurde auch der Lohnanspruch für Werkpoliere. Die sogenannte „7/10-Regelung“ ist zum Anfang des Jahres weggefallen. Diese Regelung, nach der auch bei auftragsbedingtem Arbeitsausfall der Lohn entsprechend fortzuzahlen ist, wurde in der Praxis überwiegend nicht gelebt. Zukünftig haben Werkpoliere bei Arbeitsausfall aus witterungs- oder wirtschaftlichen Gründen in der Schlechtwetterzeit - wie alle anderen gewerblichen Arbeitnehmer - Anspruch auf Saison-Kurzarbeitergeld. Zusätzlich erhalten sie dann auch für jede Ausfallstunde in der Schlechtwetterzeit, die mit Guthabenstunden aus dem Arbeitszeitkonto ausgeglichen wird, einen Zuschuss in Höhe von 2,50 Euro netto.

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