Dachdecker-, Gerüstbauer- und Steinmetzhandwerk


Verhandlungen Gerüstbau: IG BAU erwartet Konzept der Arbeitgeber


© IG BAU (Paul Schimweg)
Wiesbaden, 26.07.2017
Liebe Kolleginnen und Kollegen, am 24. Juli 2017 hat in Wiesbaden die erste Verhandlung in der Branche Gerüstbau stattgefunden. Die IG BAU fordert eine Erhöhung des Ecklohnes in der Einkommenstabelle von 1,- € sowie die Einführung eines Mindestlohnes 2 für Fachkräfte. Weiter wird eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung gefordert.

Die IG BAU will mit der Einführung eines zweiten Mindestlohnes den Wettbewerb fairer machen. Insbesondere im Osten (aber nicht nur im Osten) der Republik ist die Einhaltung des Tarifvertrages „unterentwickelt“.

Die Arbeitgeber haben die Forderung nach einer Erhöhung der Einkommen sowie die Einführung eines Mindestlohn 2 zurückgewiesen. Sie sehen das nicht als Mittel den Wettbewerb zu ordnen, da der Staat den Mindestlohn nicht ausreichend kontrolliert.

Auch eine Lohnerhöhung von 1.- € auf den Ecklohn ist wegen des scharfen Wettbewerbes aus ihrer Sicht nicht darstellbar. Vielmehr beklagen sie die überproportionale Erhöhung von zum Teil 9,2% aus der letzten Einkommensrunde.
Aus Sicht der Arbeitgeber ist die Produktivität im Gewerbe gesunken und Preiserhöhungen nicht durchsetzbar.

Die IG BAU erwartet von den Arbeitgebern in der nächsten Verhandlung ihre Vorstellung für einen fairen Wettbewerb auf den Tisch zu legen.

Es zeichnet sich ab, dass die Tarifverhandlung kein Selbstläufer sein wird.

Die Verhandlungsführer haben verabredet in den nächsten Tagen einen neuen Verhandlungstermin zu vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen,

Dietmar Schäfers
Stellvertretender Bundesvorsitzender