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Verkauf der lukrativen Sparte Building and Facilities ist ein Fehler

Gemeinsame Pressemitteilung IG BAU und IG Metall


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 02.06.2016
Die im Konzern Bilfinger aktiven Gewerkschaften lehnen den Verkauf der Sparte Building and Facilities ab. Die IG BAU und IG Metall erkennen in dem Schritt, ausgerechnet den erfolgreichsten Bereich des Konzerns zu verkaufen, keine Strategie, die auf einen langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet ist.

„Wir warnen seit langem davor, dass der einst stolze Konzern Bilfinger durch ein chaotisch agierendes Management nicht zur Ruhe kommt. Der Verkauf der lukrativen Sparte Building and Facilities ist ein weiteres Warnsignal, dass die Führungsmannschaft keinen Plan hat, wie das Unternehmen zu einem nachhaltigen Erfolg und Beschäftigungssicherung zurückfindet“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. „Wir hätten uns mehr unternehmerischen Mut gewünscht. Die Lage des Konzerns hätte ebenso mit einer Umstrukturierung verbessert werden können, bei der die Sparte Building und Facilities im Unternehmen verblieben wäre. Die Gewerkschaften hatten das ‚Zwei-Säulen-Modell‘ für die bessere Alternative gehalten.“

Bilfinger hat heute bekannt gegeben, dass der Bereich Building and Facilities an den Finanzinvestror EQT für 1,2 Milliarden Euro verkauft werden soll. Bilfinger betreibt neben dieser Sparte insbesondere noch den Bereich Industrial, zu dem die problematische Energiesparte Power gehört, die der Konzern vergeblich versucht hatte zu verkaufen.