E-Klasse / Wir sind die IG BAU


Versicherungsschutz und Freistellungsansprüche für ehrenamtliche Tätigkeiten in der IG BAU


14.12.2016
In unserer Gesellschaft gibt es viele Probleme, die ohne Gewerkschaften und ihre Mitglieder nicht auf’s Tapet kommen würden. Das gilt für den Betrieb und die Tarifpolitik, aber auch für Sozial-, Arbeitsmarkt- oder Bildungspolitik. Meist gibt es in diesen Bereichen Mitwirkungsmöglichkeiten für ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen. Entsprechend hat das Ehrenamt in der IG BAU viele Gesichter.

So sind Kolleginnen und Kollegen in der Bildungsarbeit, im Ortsvorstand, Betriebsrat oder in sonstigen Arbeitskreisen und Gremien aktiv. Die aktiven Kolleginnen und Kollegen in diesen Bereichen werden insbesondere durch Seminare der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit über ihre Rechte und Pflichten informiert.

Ehrenamtliche der IG BAU vertreten die Beschäftigten unserer Branchen aber auch im Rahmen des Vorschlagsrechts der IG BAU als Verband, z. B. als Mitglied im Widerspruchsausschuss bei gesetzlichen Krankenkassen oder der Rentenversicherung, als ehrenamtliche Richterin und Richter an den Arbeits- und Sozialgerichten oder als Prüferin und Prüfer in Berufsbildungsausschüssen.

Was ist, wenn sich Ehrenamt und Arbeitspflicht gegenüberstehen? Wie bin ich bei der ehrenamtlichen Tätigkeit abgesichert? Bleibe ich auf den Kosten sitzen, wenn ich ein Ehrenamt ausübe? Fragen, die sich in der Praxis immer wieder stellen.

Wer ehrenamtliche Beteiligung will und lobt, sollte auch dafür sorgen, dass sich die Kolleginnen und Kollegen selbstbestimmt und kritisch diesen Aufgaben widmen können. Denn das bedeutet auch Demokratie stärken. Sie machen mit ihrem Engagement die Interessenvertretung in der Breite überhaupt erst möglich. Sie stellen ihre Zeit und ihr Know-How sozusagen solidarisch der ganzen Gesellschaft zur Verfügung.

Ein Beitrag unserer Kollegin Lisa Bauch.